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"Evidence" von Ai Weiwei im Martin-Gropius-Bau

Ein Kulturgenuss der besonderen Art erwartet die Besucher im Berliner Martin-Gropius-Bau: Noch bis zum 7. Juli ist dort die politische Ausstellung "Evidence" mit Werken des chinesischen Künstlers Ai Weiwei zu sehen. Die Werke wurden teilweise speziell für diese Ausstellung angefertigt, andere sind im Rahmen von "Evidence" erstmals in Deutschland zu sehen.

Die politische Ausstellung

Das Konzept für "Evidence" entwarf Ai Weiwei in seinem Studio in Peking. Im Martin-Gropius-Bau montierte er schließlich in 18 Räumen und auf dem Lichthof auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern 6.000 einfache Holzstühle, wie sie in China seit der Zeit der Ming-Dynastie verwendet werden. Ai Weiweis Konzeptkunst gilt in China als revolutionär. Denn er schafft es, die staatliche Kontrolle der Ausdrucksformen, die in China nach wie vor besteht, zu umgehen und schafft es dadurch, auf seine Art eine Diskussion über freie Rede und freies Schreiben zu führen.

Die Fête de la Musique bietet im Vergleich zu anderen Festivals viele Besonderheiten. Sämtliche Musiker präsentieren ihre Kunst ohne Gage, so dass die Besucher überall freien Eintritt genießen. Insgesamt findet das Festival auf 111 Bühnen in der gesamten Stadt statt, hinzu kommen darüber hinaus die unzähligen Straßenfeste und viele andere Events.

Ai Weiwei gilt auch in China als herausragender Künstler, obwohl die staatliche Propaganda versucht, den Künstler aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verdrängen. So dürfen seine Werke beispielsweise in chinesischen Museen nicht ausgestellt werden. Der Grund: Ai Weiwei arbeitet in nahezu jedem Werk eine versteckte Anspielung ein. Dabei ist die Bandbreite der Themen, die er anspricht, sehr groß: Ai Weiwei spricht sowohl die Verhältnisse in China als auch das Thema "China und der Westen" an. Er nutzt damit die Konzeptkunst, um den Forderungen nach Mehrparteiendemokratie, Gewaltenteilung und Redefreiheit Nachdruck zu verleihen.

Das ist der Künstler

Geboren wurde Ai Weiwei als 1957 als Sohn des regimekritischen Dichters Ai Quing. Weil der Vater 20 Jahre lang aus China verbannt war, wuchs Ai Weiwei zunächst in der Mandschurei, später in Xinjiang auf. Ai Weiwei studierte ab 1978 an der Pekinger Filmakademie und gehörte ein Jahr später zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe Stars Group, welche eine staatliche Leitlinie für Kunstschaffende ablehnte.

Zwischen 1981 und 1993 lebte Ai Weiwei in den USA, wo er sich mit Konzeptkunst und anderen modernen Darstellungsformen beschäftigte. Nach seiner Rückkehr nach China gründete er 1994 die Galerie "China Art Archives and Warehouse".

Mai 2014

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