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Der Bahnhof Friedrichstraße wird saniert

Zwar steht noch kein genauer Terminplan für die Arbeiten fest, jedoch erwartet die Bahn für 2015 Einschränkungen im regionalen Zugverkehr. Notwendig ist die Sanierung, weil sich die Bausubstanz schon seit einigen Jahren in einem bedenklichen Zustand befindet.

So war im Dezember 2012 aus der Tragekonstruktion, die sich unter den Fernbahngleisen und über der Bahnhofshalle befindet, ein Betonbrocken direkt in die Einkaufspassage gestürzt. Deshalb hat die Sanierung dieser Konstruktion auch höchste Priorität. Mängel wurden außerdem an den Auflagepunkten der Gleise gefunden, die im Zuge der Arbeiten bewegliche Kunststofflager erhalten sollen. Im Zuge der Sanierung soll auch die Sicherheitstechnik des Bahnhofsgebäudes auf den neuesten Stand gebracht werden. Insgesamt ist für die Sanierung ein Betrag von 5,5 Millionen Euro veranschlagt.

Das ist der Bahnhof Friedrichstraße

Der Bahnhof Friedrichstraße liegt in Berlin Mitte und gilt als einer der meistfrequentierten Bahnhöfe der Bundeshauptstadt. Er zählt außerdem zu den Sehenswürdigkeiten Berlins, weil am 8. November hier ein Denkmal für die 10.000 jüdischen Kinder aufgestellt wurden, die in den Jahren 1938 und 1939 im Rahmen der sogenannten Kindertransporte nach London gereist waren. Vor allem Kinder aus Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechoslowakei, die laut den Nürnberger Gesetzen als jüdisch eingestuft wurden, konnten vom Bahnhof Friedrichstraße und anderen Bahnhöfen aus ins Exil nach Großbritannien reisen und so gerettet werden. Der größte Teil der Kinder blieb dauerhaft von ihren Eltern getrennt. Oft waren die geretteten Kinder sogar die einzigen Überlebenden, weil alle weiteren Familienangehörigen während des Holocaust in Konzentrationslagern umgebracht wurden. Der Anlass für die Kindertransporte waren die Novemberpogrome, in welchen der weltweiten Öffentlichkeit vor Augen geführt wurde, dass die Juden in Deutschland ohne Schutz waren. Dennoch konnten viele aufgrund strenger Einwanderungsbestimmungen nicht ins europäische Ausland flüchten. Die britische Regierung lockerte jedoch die Einreisebestimmungen, weil sich die jüdische Gemeinde Großbritanniens der Kinder annehmen wollte und die Kosten für Reise und Umsiedlung auch teilweise übernahm.

September 2014

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