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Berlin für Entdecker: die verlassenen Orte der Stadtentwicklung

Verlassene Orte üben auf die Besucher in aller Regel eine ganz besondere Faszination aus. Bei diesen sogenannten Lost Places handelt es sich beispielsweise um leerstehende Gebäude oder Gebiete, welche sich die Natur zurückerobert hat. Um die Erkundung dieser verlassenen Orte hat sich zwischenzeitlich eine regelrechte Kultur entwickelt. Viele Reisende besuchen beispielsweise diese verlassenen Orte gerne, um sie zu entdecken und die Ästhetik, die mit dem Verfall einhergeht, auf Fotos zu dokumentieren.

Weil sich viele dieser verlassenen Orte in privatem Besitz befinden, ist das Betreten in aller Regel verboten, auch wenn kein Schild explizit dagegen spricht. Rein juristisch gesehen, begehen Besucher, die sich nicht an das Verbot halten, also Hausfriedensbuch. Folgende verlorene Orte in Berlin können aber üblicherweise im Rahmen von Besichtigungen besucht werden.

Der Teufelsberg

Die frühere Abhörstation auf dem Teufelsberg zählt zu den bekanntesten verlassenen Orten der Bundeshauptstadt. Hier hatten die USA zu den Zeiten des Kalten Krieges eine Abhörstation installiert, von der aus sie den Ostblock abhört haben. Das Gebäude ist seit den 1990er Jahren verlassen und zusehends dem Verfall preisgegeben. Zugänglich ist die Abhörstation auf dem Teufelsberg im Rahmen von regulären Führungen.

Der Spreepark

Beim Spreepark handelt es sich um einen früheren Freizeitpark in Ostberlin, der 1969 als Kulturpark Plänterwald eröffnet wurde. Inmitten der Natur waren hier zahlreiche Fahrgeschäfte wie etwa ein Riesenrad aufgebaut. Nach der Wende verfiel der Park trotz zahlreicher Wiederbelebungsversuche aber zusehends. Nachdem die Stadt Berlin das Areal gekauft hat, werden keine Führungen mehr angeboten. Das illegale Betreten empfiehlt sich außerdem nicht, weil die Sicherheitsmaßnahmen drastisch verschärft wurden.

Das Südgelände Schöneberg

Beim Südgelände in Schöneberg handelt es sich um eine frühere Bahnanlage, welche in den 1950er Jahren stillgelegt wurde. Die einstigen Anlagen sind deshalb bereits stark überwuchert. Auf dem Areal finden sich aber auch noch relativ gut erhaltene Stellen wie beispielsweise ein altes Stellwerk oder eine Dampflokomotive. Inzwischen wurde aus dem Südgelände ein öffentlicher Park, der frei zugänglich ist.

Die alte Eisfabrik

Ab 1896 wurde in der alten Eisfabrik an der Köpenicker Straße künstliches Eis hergestellt, bis der Betrieb 1995 eingestellt wurde. Zwischenzeitlich hatten sich hier obdachlose Bulgaren und Rumänen angesiedelt, doch mittlerweile ist das Gebäude geräumt, auch wenn die weitere Nutzung in den Sternen steht. Das Gebäude an sich darf heute nicht mehr betreten werden, von außen können aber Fotos vom Bona-Peiser-Weg her gemacht werden.

Das Freibad in Berlin-Lichtenberg

Anno 1928 wurde in Berlin-Lichtenberg auf einem Areal von rund 20.000 Quadratmetern ein Freibad als Trainingsstätte für die Olympischen Sommerspiele in den Jahren 1932 und 1936 errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schwimmbecken zunächst nicht sportlich genutzt, bis die Regierung der DDR die Anlagen in den 1970er Jahren modernisieren ließ. Daraufhin war es bis in die ausgehenden 1980er Jahre als BVB-Freibad in Betrieb.

Verlassene Orte um Berlin

Doch nicht nur die Bundeshauptstadt, sondern auch das Umland bietet jede Menge interessanter verlassener Orte. Das sind die beliebtesten:

Die Beelitz-Heilstätten

Bei den Beelitz-Heilstätten handelt es sich um eine frühere Lungengenheilanstalt, die in absehbarer Zeit saniert werden soll.

Das Olympische Dorf

Über 4.000 Athleten wohnten während der Berliner Olympischen Spiele 1936 im Olympischen Dorf im Elstal. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutze zunächst die sowjetische Armee das Olympische Dorf. Heute gehört es der DKB-Stiftung, die es für die Öffentlichkeit freigegeben hat.

März 2018

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