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März 2013

Auszeichnung für Gedenkstätte Sachsenhausen von Russlands Präsidenten

Eine große Ehre erfuhr kürzlich die bekannte Gedenkstätte Sachsenhausen in Berlin. Russlands Präsident Vladimir Putin zeichnete die Einrichtung für ihren großen Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland aus und überreichte eine entsprechende Urkunde in den Räumen der Russischen Botschaft.

Insbesondere das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg sowie der wertvolle Beitrag zur Erhaltung der Soldatengräber wurden von Putin hervorgehoben. Der Direktor der Gedenkstätte, Günter Morsch, zeigte sich ausgesprochen erfreut über die Ehrung und betonte, dass er diese als Würdigung der in den vergangenen 20 Jahren geleisteten Arbeit sehe.

Wofür steht die Gedenkstätte Sachsenhausen genau?

Die Gedenkstätte erinnert an die Gräueltaten der Nazis im Dritten Reich im Konzentrationslager Sachsenhausen. Eine der größten Häftlingsgruppen stellten zu dieser Zeit die Deportierten aus der ehemaligen Sowjetunion dar, mehr als 13.000 von ihnen wurden im KZ auf bestialische Weise ermordet. Dabei galt das KZ Sachsenhausen mit seiner Ausstattung und seiner Infrastruktur als Vorzeigelager und wurde häufig für Schulungszwecke genutzt, hier bildete man beispielsweise das Personal für andere Konzentrationslager aus.

Im Jahr 1961 wurde auf dem Gelände des Lagers eine Mahn- und Gedenkstätte eingeweiht. Dabei verzichtete man bewusst auf die Erhaltung der ehemaligen Gebäude, bzw. erhielt lediglich einige charakteristische Reste davon. Der Rest wurde nach neuen Plänen gestaltet. Ab 1993 wurde die Gedenkstätte dann zu einem Teil der „Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten“ und wird vom Land Brandenburg und – zum Teil – vom Bund finanziert. Es handelt sich somit um eine Stiftung öffentlichen Rechts.

Jedes Jahr wird die Gedenkstätte von unzähligen Touristen aus dem In- und Ausland besucht. Sehr viele Besucher kommen dabei aus den osteuropäischen Ländern, da in den Zeiten des zweiten Weltkriegs die weitaus meisten Häftlinge des Lagers ebenfalls aus diesen Ländern kamen. Die Gestaltung des Lagers soll an die beklemmende und trostlose Atmosphäre für die Häftlinge erinnern und die Besucher zum Nachdenken und Reflektieren anregen.

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