Park auf dem Gleisdreieck

Friedrichshain-Kreuzberg

Eine nahezu einzigartige Kombination aus Natur und Technik erlebt der Besucher im Park auf dem Gleisdreieck im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Angelegt wurde diese 26 Hektar große Parkanlage auf den Bahnbrachen des Potsdamer Güterbahnhofs und des Anhalter Bahnhofs ab 2008 als Ausgleichsmaßnahme für die umfangreichen Bauarbeiten am Potsdamer Platz. Der Park am Gleisdreieck ist Teil des insgesamt 40 Kilometer langen Nord-Süd-Weges, der als Wanderweg von Norden nach Süden durch die Bundeshauptstadt führt.

Die Vorgeschichte

Ab 1945 wurde der Bahnbetrieb auf beiden Bahnhöfen Schritt für Schritt eingestellt, weshalb in den folgenden Jahren große Flächen des Areals brachlagen. Im Lauf der Jahre konnte sich darauf eine einzigartige Naturlandschaft entwickeln. In der Bevölkerung erwuchs bereits in den 1970er Jahren der Wunsch, das ungenutzte Gleisdreieck in eine öffentliche Grünfläche zu verwandeln. Dieser Wunsch blieb während der folgenden Jahrzehnte erhalten, sodass eine Bürgerinitiative 1994 erfolgreich verhinderte, dass auf dem Gelände die Westtangente gebaut wird. Der Bau des Parks am Gleisdreieck wurde schließlich 1997 beschlossen, die Planungsphase erfolgte mit großer Bürgerbeteiligung.

Die verschiedenen Parkteile

Als Leitbild für den Park wurde der Gegensatz von kleinteiligen Angeboten und Weite gewählt. Der Wildwuchs, der sich auf natürliche Weise entwickelt hat, wurde nur teilweise erhalten. Die Besucher erwartet im Park am Gleisdreieck jedoch ein Naturerfahrungsraum sowie zahlreiche Spielmöglichkeiten für Kinder.

Der Ostpark, der sich als offene Wiesenlandschaft präsentiert, wurde als erster Teil des Parks am Gleisdreieck 2009 eröffnet. In diesen Teil des Parks ist die Museumsbahn des Technikmuseums integriert. Im Naturerfahrungsraum, der von den Bürgern angeregt wurde, können Kinder einen eigenen Spielbereich konstruieren und die Natur unmittelbar erleben. Etwa 2.000 Quadratmeter sind für den Interkulturellen Garten reserviert, der von Gärtnern verschiedener Nationalitäten bewirtschaftet wird.

Mit der Eröffnung des Westparks im Mai 2013 wurde der Park am Gleisdreieck vollendet. Der westliche Teil des Parks bietet eine zentral gelegene Wiese sowie einen Kiezplatz, auf dem Feste und Flohmärkte abgehalten werden können. Ein Teil des Geländes ist im Rahmen des Pilotprojekts "Gärten im Garten" für Kleingärtner reserviert.

Tempelhofer Park

Tempelhof-Schöneberg

Ab 2008 entstand auf dem früheren Flughafen Tempelhof im Bezirk Tempelhof Schöneberg auf einer Fläche von 355 Hektar der größte Stadtpark der Bundeshauptstadt. Der Tempelhofer Park ist als Teil der Tempelhofer Freiheit konzipiert. Dieses Projekt schließt auch das denkmalgeschützte Flughafengebäude sowie weitere Flächen, auf welchen Wohnanlagen und Freizeiteinrichtungen geplant wurden, mit ein. Schon bei der Eröffnung am 8. Mai 2010 erwies sich der Tempelhofer Park als wahrer Besuchermagnet: Am ersten Wochenende wurden insgesamt 235.000 Gäste gezählt.

Der Tempelhofer Park: eine Herausforderung

Für die Planer stellte die Anlage des Tempelhofer Parks auf dem Tempelhofer Feld eine Herausforderung der besonderen Art dar. Denn die zentrale Lage und der große Anteil an Freiflächen machen das Tempelhofer Feld zu einer besonderen städtebaulichen Perle.

Der Tempelhofer Park hat schon wenige Jahre nach der Eröffnung wesentlich zur Verbesserung der Wohnqualität in den umliegenden Vierteln beigetragen. Das Angebot an Freizeitaktivitäten soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Schon jetzt ist neben Picknicken, Laufen und Basketball das Radfahren und Skaten auf den einstigen Start- und Landebahnen möglich.

Hier wurde Luftfahrtgeschichte geschrieben

Das Tempelhofer Feld wurde bereits ab 1885 für die Luftfahrt genutzt. In den ersten Jahren starteten hier regelmäßig Ballons, ab den 1890er Jahren nutzte das preußische Militär das Gelände, um die neuesten militärischen Errungenschaften der Luftfahrt vorzuführen. Der erste Motorflieger startete auf dem Tempelhofer Feld 1909, als Orville Wright über zwei Wochen lang Demonstrationsflüge durchführte und bei dieser Gelegenheit einen Höhenweltrekord von 172 Metern aufstellte.

1923 nahm auf dem Tempelhofer Feld schließlich der Flughafen Berlin-Tempelhof einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands eröffnet. Dieser war bis zum 30. Oktober 2008 in Betrieb und bis dahin einer von drei Flughäfen im Großraum Berlin mit internationaler Anbindung. Eine wichtige Schlüsselrolle nahm der Flughafen 1948 ein, als die West-Alliierten die Stadt während der Berlin-Blockade über die Flughäfen Tempelhof und Tegel sowie über das Flugfeld Glatow mit lebensnotwendigen Gütern versorgten.

Pariser Platz

Mitte-Tiergarten-Wedding

Der Pariser Platz im Bezirk Mitte-Tiergarten-Wedding gehört zu den markantesten Grünflächen der Bundeshauptstadt. Denn er bildet zusammen mit dem Brandenburger Tor den westlichen Endpunkt der ostberliner Prachtstraße Unter den Linden. Mit der deutsch-deutschen Vereinigung ist der Pariser Platz wieder ins Zentrum Berlins gerückt. Denn ab 1945 war dieser Platz aufgrund unmittelbarer Nähe zur Sektorengrenze Teil des Todesstreifens. Deshalb ist er erst seit 1989 wieder frei zugänglich.

Die Geschichte des Pariser Platzes

Der Pariser Platz gehört zu den ältesten öffentlichen Grünanlagen in Berlin. Denn er wurde vom damaligen Oberbaudirektor der königlichen Residenzen, Philipp Gerlach, geplant, als Friedrich Wilhelm I. zu Beginn der 1730er Jahre die zweite barocke Stadterweiterung anging. Insgesamt drei Plätze waren für diese Stadterweiterung nach Westen und Süden hin vorgesehen: Der Pariser Platz mit seinem quadratischen Grundriss, der achteckige Leipziger Platz sowie der runde Belle-Alliance-Platz, den man heute als Mehringplatz kennt.

Ursprünglich hieß der Pariser Platz Quarree, den heutigen Namen erhielt er 1814, nachdem während der Befreiungskriege preußische Truppen Paris erobert hatten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Pariser Platz einheitlich in klassizistischem Stil bebaut. Eine Neugestaltung des Pariser Platzes erfolgte 1880 durch Gartenbaudirektor Hermann Mächtig. Unter anderem legte er an den Seitenflächen zwei Schmuckbeete an, in deren Mitte Brunnenbecken mit Fontänen angelegt wurden.

Während des Zweiten Weltkrieges, vor allem bei der Schlacht um Berlin, wurde der Pariser Platz weitgehend zerstört. Die Regierung der DDR ließ den größten Teil der Gebäude schon vor dem Bau der Berliner Mauer abreißen. Erhalten blieb nur das Palais Arnim, das dem preußischen Politiker Graf Adolf Heinrich von Arnim-Boitzenburg ab 1857 als Hauptstadtwohnung diente. Nach der deutsch-deutschen Vereinigung wurde der Wiederaufbau des Pariser Platzes schließlich sehr kontrovers diskutiert. Doch nachdem Grabungen ergeben hatten, dass wesentliche Elemente trotz der umfangreichen Veränderungen erhalten geblieben waren, entschied sich der Berliner Senat für eine Symbiose aus historischen Elementen und moderner Bauweise.

Victoria-Luise-Platz

Tempelhof-Schöneberg

Der sechseckige, denkmalgeschützte Victoria-Luise-Platz im Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg wurde nach Victoria Luise, der einzigen Tochter des Kaisers Wilhelm II. benannt. Der Victoria-Luise-Platz befindet sich im Herzen des Bayerischen Viertels und gilt als bedeutendes Beispiel dafür, wie im ausgehenden 19. Jahrhundert gärtnerische Schmuckplätze angelegt wurden. Das markante Kennzeichen des Victoria-Luise-Platzes ist die großzügige und einheitliche Raumwirkung, die dadurch entsteht, dass der Platz mit einer Allee von Linden, die in doppelten Reihen gepflanzt wurden, gesäumt wird.

Das Zentrum des Luise-Victoria-Platzes ist ein Brunnen mit Fontäne, auf den alle Straßen, die auf den Platz führen, zulaufen zu scheinen. Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, dass die Straßen als Wege fortgesetzt werden. Kleinere Rasensegmente, welche von niedrigen Gittern eingefasst werden, liegen zwischen diesen Wegen. In den Rasenflächen wurden verschiedene Schmuckbeete angelegt.

Darum wurde der Victoria-Luise-Platz gebaut

Die Ortschaften rund um Berlin erlebten nach der Reichsgründung 1871 einen rasanten Aufschwung. Weil Schöneberg zur Jahrhundertwende ein bevorzugter Wohnort von Beamten, Militärs und wohlhabenden Bürgern war, sollte mit dem Bayerischen Viertel ein neues, attraktives Wohnviertel geschaffen werden. Schon im ursprünglichen Bebauungsplan war ein Platz am Kreuzungspunkt der Motz- und der Martin-Luther-Straße vorgesehen, dieser Standort wurde allerdings nach Einsprüchen der Bauland-Besitzer nach Westen verschoben.

1898 wurde schließlich ein Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes ausgeschrieben. Kaiser Wilhelm II. entschied sich im Sommer 1899 für den Entwurf des Gartenarchitekten Friedrich August Ernst Encke, der diesen unter dem Motto "Ruhe" eingereicht hatte. Dieser wollte, anders als die meisten Gartenarchitekten seiner Zeit, nicht nur einen repräsentativen Schmuckplatz schaffen, sondern zur Verbesserung der Wohnqualität beitragen.

Der Entwurf wurde ohne große Veränderungen abgesegnet, und so konnte der 0,7 Hektar große Victoria-Luise-Platz bereits am 9. Juni 1900 eingeweiht werden. Seine Struktur behielt der Victoria-Luise-Platz bis 1957 nahezu unverändert bei. Nun wurde er zunächst modernistisch umgestaltet, schon ab 1979 wurde dieser Schritt wieder rückgängig gemacht und der Victoria-Luise-Platz gemäß des historischen Vorbildes erneuert.

Britzer Garten

Neukölln

Der Britzer Garten auf dem Gelände der Bundesgartenschau 1985 im Stadtbezirk Neukölln zählt heute zu den attraktivsten Grünanlagen in der Bundeshauptstadt. Angelegt wurde der Britzer Garten vor allem, um den Einwohnern im Süden Berlins ein Naherholungsgebiet zu bieten. Man wollte einen modernen Landschaftsmark mit verschiedenen Angeboten zur Freizeitgestaltung anbieten.

Angelegt wurde der Britzer Garten auf landwirtschaftlichen Flächen und Kleingartenkolonien, Letztere blieben weitgehend erhalten. Auf einer Fläche von rund 90 Hektar erwartet die Besucher neben einem intensiven Naturerlebnis auch Gartenkunst, wie sie vor allem im Rhododendronhain und im Rosengarten verwirklicht wird. Familien stehen großzügig angelegte Liegewiesen sowie Spiellandschaften für Kinder zur Verfügung.

Der besondere Reiz des Britzer Gartens liegt darin, dass zahlreiche verschiedene Landschaftselemente miteinander kombiniert wurden. So erwarten den Besucher eine großzügige Heidelandschaft, aber auch dichte Bestände an verschiedenen Hölzern, rauschende Bäche und eine Seenlandschaft. Das Zentrum des Parks bildet ein etwa zehn Hektar großer See, der in eine Hügellandschaft eingebettet ist.

Die Freizeit im Britzer Garten genießen

Die Besucher können den Britzer Garten mit der Britzer Museumsbahn durchfahren. Der 6,1 Kilometer lange Rundkurs der Bahn wurde anlässlich der Bundesgartenschau errichtet. Die Strecke der Parkbahn verläuft entlang des äußeren Randes. Die Bahn, deren Wägen teilweise historischen Vorbildern nachempfunden sind, startet jeweils zur vollen Stunde zu ihrer Rundfahrt.

Naturfreunde können den Britzer Garten auf dem ausgedehnten Wegenetz erkunden. Natürlich können sie dabei auch die Seen erkunden, die einen ganz besonderen Erlebnisraum darstellen. Wer die Seele baumeln lassen möchte, findet an den Seen einen flachen Sandstrand vor. Zu den Attraktionen auf dem Wasser gehört außerdem ein beliebter Modellboothafen für die Freunde des Modellbaus. Bei Kindern ist neben dem Wasserspielplatz vor allem das Tiergehege sehr beliebt.

Der Britzer Garten wird außerdem regelmäßig zur Location für verschiedene Veranstaltungen. Die Bandbreite der Events reicht von verschiedenen Festen bis hin zu Klassik- und Jazz-Konzerten. In den Sommerferien gibt es für die kleinen Besucher außerdem ein Ferienprogramm mit pädagogisch betreuten Aktionen.

Görlitzer Park

Friedrichshain-Kreuzberg

Der 14 Hektar große Görlitzer Park im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg gilt als Mikrokosmos der legendären Kreuzberger Lebensart. Darüber hinaus gilt diese Grünanlage als Zeugnis der jüngeren Berliner Stadtgeschichte. Denn angelegt wurde der Görlitzer Park mit starker Beteiligung der Kreuzberger Einwohner, die auf einem früheren Bahngelände eine grüne Oase schaffen wollten.

Die Eisenbahn hält Einzug

Noch im 19. Jahrhundert wurde das Areal, auf dem sich heute der Görlitzer Park befindet, Köpenicker Feld genannt. Hier wurde 1865 der Görlitzer Bahnhof erreichtet, der bereits im folgenden Jahr vom preußischen König eingeweiht wurde. Auf der Jungfernfahrt beförderte die Eisenbahn von hier aus Truppen, die gegen Österreich ins Feld ziehen sollten. In den folgenden Jahren wurden über den Görlitzer Bahnhof vor allem Kohlelieferungen aus der Lausitz empfangen und Pendler in die Vororte befördert. Jedoch wurde der Bahnbetrieb schon wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges eingestellt, lediglich der Güterverkehr wurde bis 1968 noch hier abgewickelt.

Ein Park soll entstehen

Erstmals wurde bereits 1959 gefordert, dass auf dem Gelände der Bahn eine Grünanlage entstehen soll. Die Deutsche Reichsbahn verfolgte allerdings andere Pläne und wollte in den 1960er Jahren eigentlich eine Schnellstraße auf dem Gelände bauen. Diese Planung scheiterte, weil sich das Verhältnis zwischen den USA und der Sowjetunion dramatisch verschlechterte. Das einstige Bahngelände wurde deshalb ab dem Ende der 1960er Jahre zum exterritorialen Gelände zwischen dem östlichen und dem westlichen Teil der Stadt.

In den 1980er Jahren kamen die Pläne, hier einen Park anzulegen, wieder auf den Tisch. In der Planung war der Verein SO 36 maßgeblich beteiligt. Zunächst musste das stark verschmutzte Gelände mit großem Aufwand renaturiert und der Wildwuchs rund um den damals schon existierenden Kinderbauernhof kultiviert werden. Heute bietet der Görlitzer Park auf seinem hügeligen Gelände zahlreiche Liegewiesen zur Erholung, Spielplätze für die kleinen Parkbesucher sowie diverse Schmuckgärten und Biotope, die einen natürlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere darstellen.

Köllnischer Park

Mitte-Tiergarten-Wedding

Schon in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde der Köllnische Park im heutigen Stadtbezirk Mitte-Tiergarten-Wedding angelegt. Weil er entlang des Festungsgrabens angelegt wurde, der bereits Mitte des 17. Jahrhunderts rund um die Doppelstadt Berlin-Cölln errichtet worden war, wurden verschiedene Kulturschätze in die Parkanlage integriert. Dazu gehören beispielsweise der Stumpf einer Windmühle aus dem 17. Jahrhundert oder der Wusterhausener Bär. dabei handelt es sich um einen runden Backsteinturm mit Haube, der einst zu einer Bastion der städtischen Befestigung gehörte. Bei einem Bummel durch den Köllnischen Park können die Besucher außerdem zahlreiche alte Hauszeichen finden, die im umlaufenden Mauerwerk eingelassen wurde.

So wurde der Köllnische Park angelegt

Bis gegen Mitte des 17. Jahrhunderts bestand das Gelände, auf welchem der Köllnische Park angelegt wurde, aus sumpfigem Schwemmland. Der Bau der Festungsanlagen um die Doppelstadt geht auf Kurfürst Friedrich Wilhelm zurück, der diese gegen Ende der 1650er Jahre beschlossen hatte. Weil zunächst der Boden trockengelegt werden musste, zog sich der Bau bis 1687 hin, weshalb die Festung nach der Fertigstellung aus militärischen Gesichtspunkten schon veraltet war. Deshalb wurde die Festung unter König Friedrich Wilhelm I. wieder abgetragen.

General Graf zu Waldburg, der das Gelände als Schenkung erhalten hatte, ließ hier ein Haus mit einer ausgedehnten Gartenanlage anlegen. Unter den nächsten Besitzern wurde diese Gartenanlage kontinuierlich erweitert, weshalb das Gelände schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts als eine der schönsten Gartenanlagen in Berlin galt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Köllnische Park umfangreich neu gegliedert und erhielt schließlich in den 1880er Jahren seine heutige Ausdehnung.

Letztmals verändert wurde das Gesicht des Köllnischen Parks zwischen 1969 und 1971, als auch die bekannteste Sehenswürdigkeit des Parks eingerichtet wurde: Beim Lapidarium handelt es sich um ein Freilichtmuseum mit Skulpturen und den bereits erwähnten alten Hauszeichen. Bei dieser Gelegenheit wurde außerdem der historische Kinderspielplatz erneuert.

Mauerpark

Pankow/Mitte-Tiergarten-Wedding

Auf dem Gelände des früheren Todesstreifens entstand zwischen den Bezirken Mitte-Tiergarten-Wedding und Pankow entstand nach der Grenzöffnung die Idee, eine öffentliche Grünfläche in Form eines Grünen Bandes einzurichten. Die Berliner waren von Anfang an von dieser Idee begeistert und nachdem die Allianz Umweltstiftung 4,5 Millionen Mark für die Gestaltung eines neuen Parks an der historischen Stätte zugesagt hatte, beschloss der Berliner Senat am 23. Juni 1992 die Errichtung des Mauerparks.

Der Mauerpark beschränkte sich zunächst auf das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes im Prenzlauer Berg. Es handelte sich dabei um eine 7,1 Hektar große Fläche, die am 9. November 1994 feierlich eingeweiht wurde. In den folgenden Jahren wurde der Park jedoch zweimal um je zwei Hektar erweitert. So wurde der Kinderbauernhof Moritzhof 2005 an den Park angegliedert, während acht Jahre später das Areal zwischen dem Gleimtunnel und der Verlängerung der Lortzingstraße erweitert wurde.

Der Mauerpark als Freizeitanlage

Aus dem alltäglichen Leben der Berliner ist der Mauerpark heute nicht mehr wegzudenken. Sie verwandeln den Park am Wochenende in einen belebten Szenetreff, an welchem nicht selten gegrillt oder ein Flohmarkt abgehalten wird. Vor allem junge Menschen zieht der Mauerpark an, die hier auch gern kicken und Basketball oder Boule spielen. Graffitikünstler können sich an der Hinterlandmauer beim Jahnstadion nach Herzenslust austoben.

Die Walpurgisnacht im Mauerpark

Mittlerweile sind alljährlich am 30. April die Feierlichkeiten zur Walpurgisnacht zur lieb gewordenen Tradition in Berlin geworden. Bei dieser Gelegenheit werden Lagerfeuer entzündet und die Besucher bekommen so manche künstlerische Darbietung zu sehen. Kultur ist außerdem im Sommer angesagt, wenn auf der Bühne des Amphitheaters im Mauerpark Karaoke für jedermann angeboten wird.

Radfahrer, die den Mauerpark erkunden wollen, können dies auf dem Mauerweg sowie auf dem Radfernweg, der von Berlin nach Usedom führt, machen. Beide Wege führen auf der Schwedter Straße durch den Park und anschließend weiter zum Aussichtspunkt Schwedter Steg.

Schlosspark Niederschönhausen

Pankow

Auf eine lange und wechselhafte Geschichte blickt der Schlosspark Niederschönhausen im Bezirk Pankow zurück: Denn die erste Gartenanlage im Umfeld des Schlosses Schönhausen geht auf die Gräfin Dohna zurück, welche die erste Grünanlage anno 1662 anlegen ließ. Friedrich I. und seine Gattin, Königin Elisabeth Christine, erweiterten die Anlage zu Beginn des 18. Jahrhunderts und gestalteten sie zum barocken Park um.

Vor dem Schloss wurden ein Parterre, Eckenquartiere und Labyrinthe angelegt, während zeitgleich Johann Friedrich Eosander das Schloss ausbaute und diverse Nebengebäude errichtete. Aus dem barocken Park wurde schließlich von 1829 bis 1831 ein Landschaftspark. Dieser wurde von Peter Josef Lenné geplant.

Hier übernachteten wichtige Staatsgäste

Die Mauer, die den Schlosspark Niederschönhausen heute teilweise umgibt, wurde 1949 errichtet, als Wilhelm Pieck, erster Staatspräsident der DDR Schloss Schönhaussen zu seinem Amtssitz machte. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Schloss als Gästehaus der DDR-Regierung genutzt. Als einer der letzten Gäste übernachtete hier der Sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow 1989.

Der Schlosspark heute

Der größte Teil des 16,1 Hektar großen Schlossparks Schönhausen ist frei zugänglich. Eine Einschränkung gibt es nur für den ummauerten Teil rund um das Schloss. Dieser ist zwischen April und Ende September täglich zwischen 8 und 20.30 Uhr geöffnet.

Charakteristisch für den Schlosspark Schönhausen der alte Baumbestand entlang des Flusses Planke. Dieses Gewässer durchfließt den Schlosspark Niederschönhausen, bevor es schließlich in die Spree mündet. Entlang des Flussufers sind zahlreiche Spazierwege angelegt, welche die Besucher zu den großzügigen Liegewiesen führen. Für die kleinen Besucher wurde ein großer Spielplatz angelegt.

Der Schlosspark Niederschönhausen liegt außerdem auf der Route des Radfernwegs Berlin-Usedom, welcher am Schlossplatz in Berlin-Mitte beginnt und die Radfahrer nach Usedom führt. Auf diesem Radfernweg können Radfahrer auf einer Strecke von 337 Kilometern das Barnimer Land, die Uckermark und Vorpommern entdecken. Er wurde am 30. August 2007 offiziell eröffnet.

Viktoriapark

Friedrichshain-Kreuzberg

Rund um Berlins höchste Erhebung, den 66 Meter hohen Kreuzberg erstreckt sich der Viktoriapark auf einer Fläche von 12,8 Hektar. Das Areal hat eine gartenbauliche Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurück reicht, denn damals wurde auf dem Kreuzberg Wein angebaut. Obwohl der Viktoriapark erst ab 1888 angelegt wurde, reicht seine Vorgeschichte um einige Jahrzehnte weiter zurück. So wurde 1821 das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Nationaldenkmal zum Gedenken an die Befreiungskriege gegen Napoleon Bonaparte feierlich eingeweiht.

Nationaldenkmal und Park

Der Architekt und Stadtplaner Schinkel hat das Nationaldenkmal in Form des Turms einer gotischen Kathedrale konzipiert, welcher auf einem achteckigen Sockel stand. Er hatte bereits angeregt, dass die Umgebung des Nationaldenkmals gartenarchitektonisch angemessen gestaltet werden sollte.

Angelegt wurde der Park schließlich zwischen 1888 und 1894 nach der Planung des Berliner Stadtgartendirektors Hermann Mächtig. Sein Nachfolger Albert Brodersen erweiterte die Parkanlage von 1913 bis 1916 nach Westen hin. Der Viktoriapark wurde während des Zweiten Weltkrieges erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem die Schäden des Krieges behoben wurde, war der Viktoriapark 1980 Berlins erste Grünanlage, die unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Eine Berglandschaft in der Bundeshauptstadt

Am nördlichen Hang präsentiert sich der Viktoriapark als Gebirgslandschaft, Insgesamt ist das Gelände ohnehin sehr steil, weshalb der Park von einem engmaschigen Netz an Spazierwegen durchzogen wird. Als markantestes Gestaltungsmerkmal gilt die Wolfsschlucht mit ihren zahlreichen Felsen und kleineren Wasserfällen. Daneben wurde künstlich ein großer Wasserfall angelegt, der sich von einer Höhe von 24 Metern aus in Richtung Großbeerenstraße in einen Teich ergießt, an dessen Ufer Ernst Herters Bronzeskulptur "Der seltene Fang" errichtet wurde. Dieser Wasserfall wurde bereits in den 1890er Jahren angelegt.

Heute bietet der Viktoriapark seinen Besuchern neben zahlreichen Liegewiesen auch vielfältige sportliche Möglichkeiten und einen großen Spielplatz, auf dem sich die Kinder nach Herzenslust austoben können. Das Tiergehege des Viktoriaparks ist ein weiterer Besuchermagnet vor allem für die jüngeren Parkbesucher.

Volkspark Friedrichshain

Friedrichshain-Kreuzberg

Beim Volkspark Friedrichshain im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg handelt es sich um die erste kommunale Grünanlage der Bundeshauptstadt. Angelegt wurde der 48 Hektar große Park, der an Bötzowviertel und Prenzlauer Berg grenzt, um den Menschen, die in immer beengteren Verhältnissen lebten, eine Fläche zur Erholung zu bieten.

Die Geschichte des Parks

Anlässlich des Thronjubiläums Friedrich II. hatte die Stadtverordnetenversammlung anno 1840 die Anlage des Volksparks Friedrichshain beschlossen. Die Anlage erfolgte schließlich ab 1846 nach Plänen von Gustav Meyer, die vor allem lange Spazierwege und ausgedehnte Grünflächen vorsahen. Nachdem der Volkspark Friedrichshain eigentlich fertiggestellt war, wurde die Grünanlage in den folgenden Jahrzehnten mehrfach verändert.

So wurde bereits 1848 der Friedhof der Märzgefallenen für die Opfer der sogenannten Märzrevolution im Park angelegt. Weil außerdem ab 1868 ein Krankenhaus im Park angelegt wurde, erweiterte Gustav Meyer den Park in den 1870er Jahren als Ausgleich um einen neuen Hain.

Eine der schönsten Attraktionen des Parks, nämlich der Märchenbrunnen, wurde 1913 fertiggestellt. Dieser Brunnen, der von zehn Figurengruppen aus der Märchenwelt der Gebrüder Grimm verziert wird, gilt als einer der schönsten Brunnen Berlins.

Der Zweite Weltkrieg verändert das Gesicht des Volksparks

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der alte Baumbestand im Volkspark Friedrichshain fast komplett vernichtet. In den ersten Nachkriegsjahren entstanden aus Bauschutt Trümmerberge, die später begrünt wurden.

Freizeitangebote im Volkspark:

Von beiden Bunkerbergen aus bietet sich auf Aussichtsplattformen ein weiträumiger Blick in die Umgebung. Am östlichen Hang des 48 Meter hohen kleinen Bunkerberges wurde eine viel frequentierte Rodelbahn angelegt. Während der Sommermonate können die Besucher bei der 1950 angelegten Freilichtbühne das Freiluftkino von Radio Eins genießen. Für Sportler gibt es im Volkspark Friedrichshain ebenfalls vielfältige Möglichkeiten. sie erwarten ein Beachvolleyballfeld, eine Halfpipe, Fußball- und Basketballplätze sowie ein Kletterfelsen. Inline-Skater und Jogger können den Volkspark Friedrichshain auf separaten Rundkursen entdecken und sich zugleich fit halten. Für die kleinen Parkbesucher wurden mehrere Spielplätze angelegt.

Volkspark Hasenheide

Neukölln

Auf historischem Boden befindet sich der 47 Hektar große Volkspark Hasenheide im Berliner Stadtbezirk Neukölln: Anno 1678 hatte der Große Kurfürst hier Hasengehege angelegt, um auf dem Gelände jagen zu können. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts veranstaltete außerdem Turnvater Jahn seine öffentlichen Turnübungen auf diesem Gelände, woraus sich in kürzester Zeit eine wahre Volksbewegung entwickelte. An die Anfänge der Turnbewegung erinnert das Jahndenkmal am nördlichen Eingang des Volksparks Hasenheide.

Die Geschichte des Volksparks Hasenheide

Bis in die 1930er Jahre hinein wurde das Gelände des Volksparks Hasenheide als Schießanlage genutzt. Umgebaut wurde das Areal anlässlich der Olympischen Spiele, die 1936 in Berlin stattfanden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde im Park außerdem ein Bunker errichtet, der nach dem Krieg abgetragen wurde, als die Rixdorfer Höhe aus Trümmerschutt errichtet wurde. An die Aufräumarbeiten erinnert das "Denkmal für die Trümmerfrauen", welches 1955 am Eingang zur Graefestraße aufgestellt wurde.

Freizeit im Volkspark Hasenheide genießen

Zu den Highlights für die Besucher gehören der Heidegarten, in dem sich ein ausgedehnter Rhododendronhain befindet, der von einem Labyrinth aus Pfaden durchzogen wird. Erst 1991 wurde der Rixdorfer Teich angelegt, der sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt hat. Den Besuchern steht außerdem ein Freiluftkino, eine Minigolfanlage sowie ein Tiergehege offen. Direkt gegenüber des Sommerbades Columbiadamm existiert seit 2006 eine Sportfläche, auf welcher sich Basketballkörbe, Hindernisse für Skateboarder sowie ein Platz für Rollhockey befinden.

Die Anwohner nutzen den Volkspark Hasenheide für ausgedehnte Spaziergänge, Sport und Erholung. Zu einem beliebten Treffpunkt hat sich die "Hasenschänke", ein Kiosk im Stil der 1950er Jahre, entwickelt. Während des Sommers finden auf der Freilichtbühne des Volksparks Hasenheide regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Theateraufführungen und Filmvorführungen statt. Der Volkspark Hasenheide wird außerdem von mehreren Fußballmannschaften zum Training und für gemeinsame Spiele genutzt. Dazu gehört etwa das Little Africa Allstar Team, eine Gruppe von Jugendlichen, die für alle offen ist.

Volkspark Humboldthain

Mitte-Tiergarten-Wedding

Südlich des innerstädtischen S-Bahnrings befindet sich der 29 Hektar große Volkspark Humboldthain im Bezirk Mitte-Tiergarten-Wedding. Begonnen wurde mit dem Bau des zweiten Volksparks in Berlin am 14. September 1869, dem 100. Geburtstag des namengebenden Naturforschers Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt und zehn Jahre nach dessen Tod in Berlin.

Die Stadtväter wollten mit dem Volkspark Humboldthain den Einwohnern im dicht besiedelten Wedding eine Fläche bieten, auf welcher sie sich naturnah erholen können. Deshalb kombinierte der verantwortliche Gartenarchitekt Gustav Mayer verschiedene Parkbereiche für Erholung, Spiel und Sport. Auch einen Bezug zum Namenspatron stellte er her. Denn die Berliner sollten hier auch die Möglichkeit bekommen, sich naturkundlich zu bilden. Neben weiträumigen Wiesen und Spielplätzen legte er auch Pflanzungen mit fremdländischen Pflanzen an. Diese sortierte er nach ihrer geographischen Herkunft.

Der Volkspark Humboldthain im Krieg

Vor allem in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges wurde der Volkspark Humboldthain nahezu vollständig zerstört. Das lag unter anderem an den beiden Flaktürmen mit Hochbunkern, die 1941 und 1942 errichtet wurden und beim Kampf um Berlin stark umkämpft waren. Beim Wiederaufbau des Volksparks Humboldthain in den Jahren von 1948 bis 1951 entstanden aus den Türmen und Trümmerschutt zwei Berge aufgeschüttet, die heute als Rodelbahn und Aussichtspunkte dienen.

Der Volkspark Humboldthain heute

Während die beiden Trümmerberge dicht mit Bäumen und Sträuchern bewachsen sind, ist der übrige Park vor allem von seinen ausgedehnten Grünflächen geprägt. Die Wiesen werden von einem dünn gepflanzten Bestand an Bäumen aufgelockert. Für Kinder gibt es vielfältige Spielmöglichkeiten auf mehreren kleinen Spielplätzen. Dazu gehört auch ein Abenteuerspielplatz mit pädagogischer Betreuung.

Der Wassergarten mit Pavillon, der sich im Süden des Volksparks Humboldthain befindet, wurde 1981 angelegt. Im Norden der Grünanlage befindet sich hingegen ein sehenswerter Rosengarten, der am ursprünglichen Platz der Himmelfahrtskirche angelegt wurde. Dieses Gotteshaus wurde 1956 gesprengt und an anderer Stelle neu errichtet.

Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf

Schöneberg-Tempelhof, Wilmersdorf-Charlottenburg

Der Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf erstreckt sich in Form eines langgezogenen Grünzugs auf dem Gebiet der Berliner Stadtbezirke Schöneberg-Tempelhof und Wilmersdorf-Charlottenburg. Der Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf gilt als sehr stark frequentiert, weil er der Bevölkerung als Gartenersatz dient.

Sportliche Möglichkeiten im Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf

Zu den Freizeitangeboten im Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf gehören verschiedene Sportmöglichkeiten. Spezielle Plätze gibt es beispielsweise für Basketball, Tennis und Boccia. Für die kleinen Besucher stehen mehrere Spielplätze offen. Der Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf steht den Erholung suchenden ohne zeitliche Einschränkungen rund um die Uhr offen.

Beliebt ist der Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf jedoch vor allem bei Joggern. Sie erwartet eine 3,8 Kilometer lange Laufstrecke, die technisch keine allzu großen Anforderungen an die Läufer stellen. Vereinzelt müssen sie kleinere Steigungen bewältigen, wodurch sich die Joggingstrecke auch für Anfänger, die ins Lauftraining einsteigen, hervorragend eignet.

Ein Hort der Geschichte

Spaziergänger und Läufer passieren auf ihrem Weg durch den Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf mehrere geschichtsträchtige Orte aus der jüngeren deutschen Vergangenheit. Beispielsweise passieren sie das frühere Funkhaus des Radiosenders RIAS. Dieser Sender wurde von der US-amerikanischen Militärverwaltung eingerichtet, weil sich die Rote Armee, die vor den westlichen Alliierten in Berlin einmarschiert war, den Einfluss auf die bereits existierenden Rundfunkanstalten gesichert hatte. Trotz aller Bemühungen gelang es den USA und Großbritannien nicht, eigene Sendezeiten zu bekommen oder den Rundfunk unter die Kontrolle der vier Siegermächte zu stellen. Deshalb etablierten sie den eigenen Sender, der zwischen 1946 und 1993 zwei eigene Hörfunk sowie zwischen 1988 und 1992 ein eigenes Fernsehprogramm ausstrahlte.

Auch das Rathaus Schöneberg liegt direkt am Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf. Hier befand sich von 1949 bis zur deutsch-deutschen Einigung der Westberliner Regierungssitz sowie der Amtssitz des regierenden Bürgermeisters von Berlin. Seine legendären Worte "Ich bin ein Berliner" sprach der damalige Präsident der USA, John F. Kennedy, 1963 - auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges - auf dem Vorplatz des Schöneberger Rathauses.

Zentralfriedhof Friedrichsfelde

Lichtenberg

Der Zentralfriedhof Friedrichsfelde im Stadtbezirk Lichtenberg ist auch als Sozialistenfriedhof bekannt, weil hier zahlreiche Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten begraben wurden. Um diesen Friedhof anzulegen, kaufte die Stadt Berlin ein 1.000 mal 250 Meter großes Gelände im Osten der Stadt. Anschließend erarbeitete der damalige Stadtgartendirektor Hermann Mächtig die Planung für diesen Parkfriedhof, der am 21. Mai 1811 eingeweiht wurde.

Die Geschichte des Friedhofs

Bis 1911 diente der Zentralfriedhof Friedrichsfelde als Armenfriedhof, mittellose Bürger wurden hier auf Kosten der Stadt bestattet. Diese Praxis wurde jedoch eingestellt, weil wegen der ansprechenden Gestaltung zunehmend wohlhabende Bürgerfamilien den Zentralfriedhof Friedrichsfelde als letzte Ruhestätte wählten.

Wilhelm Liebknecht, Gründer der SPD war der erste prominente Sozialist, der sich im August 1900 auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde bestatten ließ. Zahlreiche prominente Sozialisten sowie die Opfer des Spartakusaufstandes folgten ihm. Zum Gedenken an die Opfer der Arbeiterbewegung entwarf Ludwig Mies van der Rohe ein Revolutionsdenkmal, welches durch den Verkauf von Postkarten finanziert wurde. Enthüllt wurde das Denkmal schließlich am 13. Juni 1926. Kommunistische Politiker und Arbeiter hielten hier bis 1933 regelmäßige Gedenkfeiern ab.

Dieses Gedenkmal wurde allerdings 1935 bis auf das Fundament abgetragen. Die repräsentativen Grabstätten am Eingangsbereich wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ebenfalls entfernt, um Platz für die "Gedenkstätte der Sozialisten" zu schaffen. Bei dieser Gedenkstätte handelt es sich um eine kreisförmige Klinkermauer, deren Mittelpunkt ein Prophyrstein mit der Inschrift "Die Toten mahnen uns" bildet.

Bedeutende Grabstätten

Zu den bedeutendsten Gräbern auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde gehört das Grab des 1896 verstorbenen Simon Blad, der sein Vermögen der Stadt vererbte, um damit soziale Einrichtungen zu finanzieren. Zu den Künstlern, die hier begraben wurden, gehören beispielsweise die Grafikerin Käthe Kollwitz, der Schriftsteller F.C. Weiskopf und der Regisseur Konrad Wolf.

Der Zentralfriedhof Friedrichsfelde ist zwischen Februar und November ab 7.30 Uhr geöffnet, im Dezember und Januar ab 8 Uhr.

Waldfriedhof Zehlendorf

Steglitz-Zehlendorf

Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten haben auf dem Waldfriedhof Zehlendorf im Bezirk Stieglitz-Zehlendorf ihre letzte Ruhestädte gefunden. Zu den prominentesten Gräbern gehören die der Schauspielerin Hildegard Knef und der Politiker Ernst Reuter und Willy Brandt.

Die Geschichte des Waldfriedhofs Zehlendorf

Als das erste Begräbnis auf dem Gelände des Waldfriedhofs Zehlendorf 1945 stattfand, existierte noch keine offizielle Planung für einen Friedhof. Diese erfolgte erst in den Jahren 1946 und 1947. Bereits ab dem folgenden Jahr wurde der Waldfriedhof Zehlendorf erweitert, sodass er heute eine Fläche von mehr als 376.975 Quadratmetern einnimmt.

Der Waldfriedhof Zehlendorf erinnert von seiner Anlage her eher an eine Waldlandschaft als an einen Gottesacker. Denn bei der Erweiterung wurde der benachbarte Forst, dessen Baumbestand lediglich etwas gelichtet wurde, in das Gelände integriert.

Ein Ehrenfriedhof für gefallene Soldaten

Auf einer baumlosen Wiese mit einer Fläche von etwa 8.000 Quadratmetern wurde 1953 der italienische Ehrenfriedhof angelegt. Bestattet wurden hier Soldaten, die in Berlin gefallen waren. Auf diesem Teil des Friedhofs wurden ein Altar sowie ein hohes, steinernes Kreuz, errichtet.

Die Feierhallen des Waldfriedhofs Zehlendorf

Wolf v. Möllendorf und Sergius Ruegenberg haben die Feierhallen entworfen, die in den Jahren 1956 und 1957 auf einer natürlichen Anhöhe errichtet wurden. Die beiden Hallen sind unterschiedlich groß und über Nebengebäude miteinander verbunden. Vor den Feierhallen wurden zwei tritanverkleidete Wände aufgestellt, welche den Übergang vom Leben in den Tod symbolisieren sollen. Die Stirnseiten der Feierhallen sind komplett verglast, wodurch der Blick des Besuchers von innen über die Naturlandschaft gleiten kann.

Prominente Persönlichkeiten auf dem Waldfriedhof Zehlendorf

Weil zahlreiche bekannte Persönlichkeiten auf dem Waldfriedhof Zehlendorf bestattet wurden, gilt er als Prominentenfriedhof. Zu den bekannten Persönlichkeiten zählen unter anderem der Dichter Gottfried Benn sowie der Komponist Boris Blacher. Außerdem beherbergt der Waldfriedhof Zehlendorf mehr als 40 Ehrengräber von Persönlichkeiten, die sich um die Stadt verdient gemacht haben.

Jüdischer Friedhof Weißensee

Pankow

Der Jüdische Friedhof Weißensee im Bezirk Pankow gilt als einer der größten und schönsten jüdischen Friedhöfe in ganz Europa. In der 42 Hektar großen, weitläufigen Anlage, die seit den 1970er Jahren unter Denkmalschutz steht, befinden sich mehr als 115.000 Gräber. Der Jüdische Friedhof Weißensee gilt als Zeugnis der Blüte der jüdischen Gemeinde in Berlin während des 19. Jahrhunderts und ihres Niedergangs während der nationalsozialistischen Herrschaft.

Die Geschichte des Jüdischen Friedhofs Weißensee

Weil der alte jüdische Friedhof an der Schönhauser Allee nahezu voll belegt war, kaufte die jüdische Gemeinde um 1875 das Gelände in Weißensee. 1878 wurde ein Architekturwettbewerb zur Gestaltung der Anlage ausgeschrieben, bei dem sich der Entwurf von Hugo Licht durchsetzte. Schließlich konnte der Jüdische Friedhof Weißensee 1880 eröffnet werden.

Von Anfang an war der Jüdische Friedhof Weißensee in unterschiedliche Bereiche für Wahl- sowie Reihenstellen und Erdbegräbnisse aufgeteilt. Die Juden, die zuvor eher schlichte Grabmäler bevorzugt hatten, hatten sich an die bürgerliche Gesellschaft des Kaiserreichs insofern angepasst, als dass sie ihre Gräber in Weißensee ebenfalls prächtig schmückten.

Bereits 1914 wurde ein Ehrenfeld angelegt, in welchem die gefallenen jüdischen Soldaten bestattet wurden. Ein Ehrenmal war ebenfalls vorgesehen, dies wurde jedoch erst 1927 aufgestellt.

Der Nationalsozialismus hinterlässt seine Spuren

Auch die nationalsozialistische Herrschaft hat ihre Spuren auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee hinterlassen. So begingen zahlreiche Juden Berlins angesichts der Verfolgung das Leben. Diese tragische Suizidwelle hatte 1942 einen Höhepunkt erreicht. Auf einem eigenen Grabfeld ist außerdem die Asche von 809 Juden begraben, die im Konzentrationslager ums Leben gekommen waren.

In den Nachkriegsjahren verfiel der Jüdische Friedhof Weißensee zunächst, weil es kaum noch lebende Angehörige der Verstorbenen in Berlin gab. Wiederhergestellt wurden die sanierungsbedürftigen Gräber erst, nachdem die Stadtverwaltung Ost-Berlins den Jüdischen Friedhof Weißensee 1977 als "Denkmal der Kulturgeschichte" anerkannt hatte. In den folgenden Jahren wurden das dichte Wegenetz wieder hergestellt und die Gräber saniert.

Türkischer Friedhof

Neukölln

Der Türkische Friedhof im Bezirk Neukölln gilt als historisches Zeugnis, welches die Wurzeln der türkischen Kultur in Berlin aufzeigt und bewahrt. Der Türkische Friedhof am Columbiadamm liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Neuen Garnisonsfriedhof.

Die Anfänge der türkischen Kultur in Berlin

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts begann Preußen damit, diplomatische Beziehungen zum Osmanischen Reich zu pflegen. Diese wurden nach dem Siebenjährigen Krieg intensiviert, weshalb ein ständiger Botschafter in Berlin residierte. Nachdem der Gesandte Ali Aziz Efendi verstorben war, stellte König Friedrich Wilhelm III. ein Areal in der Tempelhofer Feldmark zur Verfügung, auf dem ein Begräbnis nach islamischem Ritus durchgeführt werden konnte. In den folgenden Jahren kamen weitere Gräber für Mitglieder der türkischen Gesandtschaft hinzu.

Weil das Tempelhofer Feld regelmäßig für Manöver und Gefechtsübungen abgehalten wurden, wurde 1866 im Zuge der Roonschen Heeresreform hier eine Kaserne errichtet. Im Gegenzug erhielt die türkische Gemeinde das Gelände am Columbiadamm. Dieser wurde am 19. Dezember 1866 offiziell eingeweiht.

Ein Symbol für die Freundschaft

Das preußische Königshaus verstand den Türkischen Friedhof als Symbol für die internationale Freundschaft und ließ den Türkischen Friedhof entsprechend prächtig gestalten. So wurde die Eingangspforte im maurischen Stil gestaltet. Zum Gedenken an den verstorbenen türkischen Botschafter in Berlin und weitere Mitglieder der Gesandtschaft gestaltete Gustav Voigtel, seines Zeichens königlicher Baumeister, einen Obelisken, der in der Mitte des Türkischen Friedhofs aufgestellt wurde. Obelisk und Eingangspforte wurden auf eine Achse mit der Gedenkstätte für die Gefallenen in den Freiheitskriegen gegen Napoleon auf dem benachbarten Garnisonsfriedhof gelegt. Damit sollte die freundschaftliche Verbindung zwischen Osmanischem Reich und Preußen verdeutlicht werden.

Auch die Gefallenen türkischen Soldaten im Ersten Weltkrieg wurden auf dem Türkischen Friedhof bestattet. In den folgenden Jahren wurden hier nicht mehr nur Türken, sondern auch Muslime anderer Nationalitäten bestattet. Bestattungen erfolgten auf dem Türkischen Friedhof bis 1989. In den vergangenen Jahren wurde aus dem Türkischen Friedhof ein islamisches Gemeindezentrum, in dem mit der Sehitlik-Moschee auch Berlins größte Moschee steht.

Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderscher und Französischer Friedhof

Mitte

Eine kulturell herausragende Bedeutung nimmt der Dorotheenstädtisch-Friedrichswerdersche und Französische Friedhof in Berlin Mitte ein. Der Grund dafür: Nahezu alle Bildhauerschulen des 19. Jahrhunderts sind auf diesem Friedhof lückenlos vertreten.

Die Geschichte des Friedhofs

Der Dorothenstädtisch-Friedrichswerdersche und Französische Friedhof wurde bereits anno 1763 eröffnet, als aufgrund des raschen Wachstums der Stadt der Platz für Begräbnisse allmählich extrem knapp wurde. Jenseits der Berliner Zollmauer entstanden deshalb mehrere Friedhöfe, die jedoch während des 19. Jahrhunderts nicht mehr genutzt oder mit dem Dorothenstädtisch-Friedrichswerderschen und Französischen Friedhof zusammengelegt wurden wie der Französische Friedhof. Dieser geht auf das Jahr 1780 zurück, als er für die in Berlin ansässigen Hugenotten aus Frankreich errichtet wurde.

Sehenswerte Grabstätten

Ein zwei Meter hohes Denkmal aus Sandstein weist auf das älteste erhaltene Grab im Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderschen und Französischen Friedhof hin: Hier wurde anno 1807 der Fabrikant Jacob Fröhlich begraben. Zu den herausragenden Bildhauerarbeiten gehört außerdem die drei Meter hohe Säule, die Johann Gottfried Schadow für seine zweite Frau errichtet hat, die anno 1832 verstorben ist. Dessen eigener Grabstein gilt als ebenso sehenswert wie derjenige von Friedrich Schinkel, den dieser selbst entworfen hatte. Die Gräber von Helene Weigel und Berthold Brecht befinden sich unter zwei Grabmalen aus Granit.

Die Gräber bedeutender Persönlichkeiten

Auf dem Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderschen und Französischen Friedhof wurden zahlreiche Künstler und Schriftsteller begraben, darunter Heinrich Müller und Heinrich Mann. Auch der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau fand hier seine letzte Ruhestätte.

Mehr als 70 Tote wurden in der Gedenkstätte für tote des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus begraben. Dazu gehören auch verschiedene Personen aus dem antifaschistischen Widerstand wie etwa Klaus Bonhoeffer.

Der Französische Friedhof liegt direkt neben dem Dorotheenstäditsch-Friedrichswerderschen Friedhof. Auch hier fanden namhafte Persönlichkeiten wie Ludwig Devrient ihre letzte Ruhestätte. Das Ancillon-Monument zum Gedenken an Friedrich Ancillon, dem Erzieher Friedrich Wilhelms IV. gilt als bedeutendstes Denkmal in dieser Abteilung.

Friedhöfe Mehringdamm

Friedrichshain-Kreuzberg

Die Friedhöfe Mehringdamm im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gelten als besondere Sehenswürdigkeit in Berlin. Dabei handelt es sich um mehrere Friedhöfe, die während des 18. Jahrhunderts vor dem Halleschen Tor jenseits der Berliner Zollmauer angelegt wurden und verschiedenen Gemeinden gehörten.

Bei den Friedhöfen am Mehringdamm handelt es sich um insgesamt fünf Friedhöfe, die der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde, der Dreifaltigkeitsgemeinde, der Bethlehems- oder Böhmischen Gemeinde und der Brüdergemeinde Berlin gehörten.

Notwendig war die Anlage dieser Friedhöfe, weil die Berliner Bevölkerung während des 18. Jahrhunderts rasant angewachsen war und Tote innerhalb der Stadtgrenzen nicht mehr bestattet werden durften.

Diese Persönlichkeiten wurden auf den Friedhöfen Mehringdamm bestattet

Wie auf vielen anderen Friedhöfen Berlins sind auch auf den Friedhöfen Mehringdamm zahlreiche Persönlichkeiten begraben. Die bekanntesten Persönlichkeiten, die hier bestattet sind, sind E.T.A. Hoffmann, Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.

Die Friedhöfe Mehringdamm nach dem Zweiten Weltkrieg

Als Mitte der 1950er Jahre die Amerika-Gedenkbibliothek gebaut wurde, wurde zunächst der nördliche Eingang verlegt. Weil später außerdem die Blücherstraße verlegt wurde, mussten im nördlichen Bereich der Friedhöfe Mehringdamm zahlreiche Gräber eingeebnet werden. Deshalb ist der Böhmische Gottesacker auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Ausdehnung geschrumpft. In diesem Bereich sind nur noch wenige Gräber sowie das Eingangstor erhalten.

Seit dem 3. November 2013 befindet sich in der Trauerkapelle des Dreifaltigkeitsfriedhofs I. eine Dauerausstellung der Mendelssonschen Familiengeschichte. Die Wahl dieses Ausstellungsortes hat einen guten Grund. Denn insgesamt sind 28 Mitglieder dieser Familie auf den Friedhöfen Mehringdamm bestattet.

Britischer Soldatenfriedhof

Charlottenburg-Wilmersdorf

Ganz in der Nähe des Forstes Grunewald befindet sich der Britische Soldatenfriedhof im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Auf diesem Friedhof wurden etwa 3.600 britische Soldaten begraben, die während des Zweiten Weltkriegs gefallen waren. Größtenteils handelte es sich um Angehörige der Royal Air Force, die in ihren Bombern abgeschossen worden waren.

Darum gibt es den Britischen Soldatenfriedhof in Berlin

Schon nach dem Ersten Weltkrieg hatten Deutschland und Großbritannien ein Abkommen geschlossen, in welchem die Betreuung der britischen Militärfriedhöfe auf deutschem Boden geregelt war. Ein weiteres Abkommen wurde am 5. März 1956 geschlossen, wonach sich die Bundesrepublik Deutschland dazu verpflichtete, der Commonwealth War Graves Commission kostenlose Grundstücke für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges zur Verfügung zu stellen. Daraufhin wurden verschiedene Militärfriedhöfe wie der Britische Soldatenfriedhof in Berlin erbaut. Die Gefallenen, es handelte sich dabei um Air-Force-Angehörige aus verschiedenen Nationen des Commonwealth, wurden ab 1955 in den Britischen Soldatenfriedhof umgebettet, weil sie ursprünglich an verschiedenen Orten in und um Berlin begraben waren. Eingeweiht wurde der Britische Soldatenfriedhof schließlich 1957.

So ist der Britische Soldatenfriedhof aufgeteilt

Gestaltet ist der Britische Soldatenfriedhof gemäß der Tradition, die auf die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg zurückgeht. Bepflanzt ist der Britische Soldatenfriedhof mit Kurzrasen, die Grabstelen sind aus Portlandsanddstein gestaltet und den Mittelpunkt bildet ein Hochkreuz mit bronzenem Schwert und einem Stein der Erinnerung. Auf den Stelen sind die Namen sowie das Alter des Toten sowie das Wappen des Regiments und die Religionszugehörigkeit des Gefallenen angebracht. Auch im Britischen Soldatenfriedhof befindet sich der für britische Militärfriedhöfe typische Steinblock in Form eines Sarkophagen mit der Aufschrift "Their name liveth for evermore".

Den Eingang zum Britischen Soldatenfriedhof bildet ein Torbau mit drei Bögen. In einem Torhaus wird ein Register, in dem die einzelnen Grabstellen verzeichnet sind. Begraben wurden die Gefallenen übrigens je nach Glaubenszugehörigkeit in verschiedenen Teilen des Britischen Soldatenfriedhofs.

Berlin Sehenswürdigkeiten, Reise und Insider Tipps

Berlin ist immer eine Reise wert

[ © Das Copyright liegt bei www.berlin-travel-sightseeing.com | Berlin Sightseeing - Reisetipps und Sehenswürdigkeiten]

nach oben | Home | Sitemap | Impressum & Kontakt
©: www.berlin-travel-sightseeing.com