Der Friedhof Heerstraße: Wo Prominente begraben liegen

Im Bezirk Charlottenburg, genauer gesagt, im Stadtteil Westend, befindet sich der Park- und Waldfriedhof Heerstraße. Auf dem nahezu 150.000 Quadratmeter großen Areal haben zahlreiche Berliner Prominente ihre letzte Ruhe gefunden. Markant ist hier beispielsweise das Grab des Komikers Loriot, welches mit Quietsche Entchen geschmückt ist.

Wissenswertes über die Anlage

Gedacht war der Friedhof Heerstraße ursprünglich, um hier die Bewohner der Villenkolonie Heerstraße zu bestatten, die anno 1910 angelegt worden war, woraus sich auch der heute noch bestehende Name ableitet. Als der Verband Groß-Berlin anno 1912 die Planungshoheit übernahm, wurde aus dem kommunalen Friedhof schließlich ein interkonfessioneller Friedhof für ganz Groß Berlin, weshalb die ursprünglich vorgesehene Nutzfläche von 0,6 Hektar auch auf fünf Hektar erweitert wurde. Gestaltet wurde die Anlage in Form eines Park- und Waldfriedhofs vom Charlottenburger Gartendirektor Erwin Barth.

Größtenteils fällt die Fläche des Friedhofs in Richtung Sausuhlensee ab, welcher aus zwei Tümpeln erst beim Bau der Friedhofsanlage entstand. Die Wege auf dem steil abfallenden Gelände führen in geschwungenen Linien zum Ufer des Sees. Der westliche Teil des Friedhofs Heerstraße ist hingegen eher flach. Größtenteils laufen hier die Wege in einem von Barth angelegten Rondell zusammen. Eröffnet werden konnte der Friedhof Heerstraße schließlich am 7. Oktober 1924.

So wird der Friedhof Heerstraße heute genutzt

Heute zählt der Friedhof Heerstraße zu den schönsten Friedhöfen in der Bundeshauptstadt. Und auch die Zahl der Ehrengräber mit 51 Stück ist auf keinem Berliner Friedhof so groß, wie auf dem Friedhof Heerstraße. 2010 wurde zudem vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Gemeinschaftsgrabstätte eingerichtet.

Die Gebäude auf dem Friedhof Heerstraße

Ernst Blunck hatte die Entwürfe für die Trauerhalle, welche Anfang der 1920er Jahre errichtet wurde, entworfen. Hierbei handelt es sich um einen Ziegelbau, der burgförmig gestaltet ist.

Direkt am Zugang begrüßt die Besucher ein Ensemble aus einem Portal, einer Blumenhalle und einem Verwaltungsgebäude, welches aus Ziegeln errichtet wurde. Lediglich das ursprünglich errichtete Portal existiert heute nicht mehr, die Blumenhalle wurde im Lauf der vergangenen Jahrzehnte stark verändert.

März 2020

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