Boote mieten und nötige Bootführerscheine

Mit dem Boot aufs Wasser – welche Bootführerscheine gibt es und wann braucht man welchen?

Was gibt es Schöneres, als an einem sonnigen Tag auf dem Wasser unterwegs zu sein? Ob in Berlin oder auf der Nord- oder Ostsee – wer selbst Boot fahren möchte, braucht häufig einen Bootführerschein. Doch welche genauen Voraussetzungen muss man genau erfüllen? Und welche Arten von Bootführerscheinen gibt es?

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Berlin bietet zahlreiche Möglichkeiten, Boote auszuleihen oder mit dem eigenen Boot aufs Wasser zu gehen.
©: Michael Kauer / Pixabay

Das klären wir heute.

Ausflüge mit dem Boot in und um Berlin

Berlin bietet zahlreiche Möglichkeiten, Boote auszuleihen oder mit dem eigenen Boot aufs Wasser zu gehen. Die beliebtesten Gewässer sind:

Hier kann man dem Großstadttrubel für einige Stunden zu entgehen und Berlin aus einer anderen Perspektive kennenlernen.

Nicht für alle Boote wird ein Führerschein benötigt, doch für größere Modelle mit Platz für viele Personen und höherer Geschwindigkeit ist ein Führerschein häufig gesetzlich vorgeschrieben, um die Sicherheit zu garantieren.

Hier sind einige Anlaufstellen, wenn man in und um Berlin Segel- und Motorboote mieten möchte.

Welche Bootführerscheine gibt es?

In Deutschland gibt es viele Sportbootführerscheine für das Wasser, doch am wichtigsten sind folgende:

  1. Sportbootführerschein-See (SBF-See)

    Diesen Führerschein benötigt man, wenn man in Küstengewässern – zum Beispiel der Nord- oder Ostsee – unterwegs ist. Der Führerschein wird vorausgesetzt, wenn man ein Verbrennungsmotor-Boot mit mehr als 15 PS oder ein Elektromotor-Boot mir mehr als 10,2 PS fährt.

    Wichtig: Für ein Segelboot im Küstengewässer ohne Motor wird kein Führerschein vorausgesetzt. Allerdings sind die meisten Segelboote heutzutage mit einem Motor ausgestattet.

  2. Sportbootführerschein-Binnen (SBF-Binnen):

    Der SBF-Binnen gibt es in zwei Varianten: für Boote mit Motor und für Boote mit Segel. Beim Motorboot gelten dieselben Voraussetzungen wie beim SBF-See – einen Führerschein braucht man bei Verbrennungsmotoren mit mehr als 15 PS und Elektromotoren mit mehr als 10,2 PS.

    Für Segelboote gilt: Hat dieses Boot eine Segelfläche von mindestens 6 Quadratmetern, muss man einen Führerschein vorlegen.

Weitere Führerscheine und Ausbildungen

Es gibt weitere Bootführerscheine, die allerdings nur für gewerbliche Fahrten oder beim Mitführen von Seenotsignalmitteln wie Leuchtpistolen benötigt werden. Für das Bootfahren in der Freizeit – zum Beispiel auf der Spree in Berlin – reicht eine Variante des SBF-Binnen oder auf dem Meer der SBF-See.

Für Boote mit Funkanlage wird außerdem – je nach befahrener Region – eines der folgenden drei Funkzeugnisse benötigt:

Wie macht man einen Bootführerschein?

Um einen der Bootführerscheine zu erlangen, muss man wie beim Autoführerschein eine theoretische und eine praktische Prüfung ablegen.

Die theoretische Prüfung:

Im theoretischen Teil erlernen die Teilnehmer die Verkehrsregeln auf See und die Bedienung und Funktion eines Bootes. Dazu gehört zum Beispiel das richtige Einstellen des Lichtes bei verschiedenen Sichtverhältnissen. Gelernt wird klassisch an einer Bootführerschein-Schule – zusätzlich werden Lehrbüchern, Apps und Videos genutzt.

Besitzt man bereits einen Bootführerschein für Binnen- oder Seegewässer und möchte einen weiteren machen, ist man von der Wiederholung von Basisfragen in der theoretischen Prüfung befreit.

Die praktische Prüfung:

Auch die praktische Ausbildung erfolgt an einer Bootsschule und die Teilnehmenden erlernen wichtige Dinge für den Alltag auf dem Wasser – von Seemannsknoten bis zum Lenken und Einparken ist alles dabei.

Die Voraussetzungen für das Erlangen der Sportbootführerscheine sind:

Hinweise:

Der SBF-Binnen für Segelboote kann bereits von Jugendlichen ab 14 Jahren absolviert werden.

Anmeldung zur Prüfung:

Ist man bereit zur Prüfung, übernehmen in manchen Fällen die Bootsschulen die Anmeldung – meistens muss man sich aber selbst an einer der vielen Prüfungsstellen vom Deutschen Motoryachtverband oder Deutschen Seglerverband anmelden. Die theoretischen und praktischen Prüfungen dürfen bei verschiedenen Stellen durchgeführt werden. Die Kosten liegen je nach Führerscheinart, Schule und Lernmittel bei ca. 500 bis 1000 Euro – Funkscheine zwischen 250 und 500 Euro.

Mit dem Boot auf die Nord- oder Ostsee

Wer mit dem Boot auf die Nord- oder Ostsee fahren möchte, braucht einen SBF-See. Zwar wird auf hoher See kein Führerschein verlangt, allerdings müssen, um auf hohe See zu gelangen, erst die Küstengebiete durchquert werden. Wichtig ist außerdem, dass vor allem größere Boote für Seegebiete oft mit einer Funkanlage ausgestattet sind, für die ein besonderes Funkzeugnis verlangt wird.

April 2026

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