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Auch im Bad soll man sich wohlfühlen – durch einfache Schritte Stil und Modernität ins Bad bringen!
Badmodernisierung - dringend nötig - oder echt retro...
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Wer in Berlin lebt, kennt es bestimmt: schmale Bäder, Retro-Fliesen und veraltete Ausstattung – vor allem in Altbauten wurden Bäder häufig erst nachträglich integriert und das fällt auf! Wer sein Bad auf Vordermann bringen und umgestalten möchte, sollte einige Dinge beachten. Wir erklären, worauf es ankommt.
Etwa 85 % aller Haushalte in Berlin sind Mieter – man darf Veränderungen in der Wohnung also nicht ohne Erlaubnis des Vermieters durchführen. Kleine Veränderungen wie das Aufstellen von Pflanzen oder das Austauschen von Handtüchern sind kein Problem, doch sobald in Wände gebohrt wird oder dauerhafte Veränderungen geplant sind, muss das mit dem Vermieter abgesprochen werden.
Auch für Eigentümer war es bis vor kurzer Zeit gar nicht so einfach, Modernisierungen im Bad vorzunehmen. Während Hänge-WCs und Handtuchwärmer zum Standard eines modernen Bads gehören sollten, galten sie in Kreuzberg, Tempelhof & Co. noch als „Luxus“ und wurden aufgrund des Milieuschutzes verweigert. Das hat sich 2025/2026 durch einige Urteilen des Verwaltungsgerichts Berlin endlich geändert. Demnach ist es jetzt erlaubt, als Eigentümer im Bad ein Hänge-WC, einen Handtuchheizkörper und eine bodengleiche Dusche einzubauen. Eine gute Übersicht ist hier zu finden.
Wichtig: Auch als Eigentümer muss die Sanierung vom Bezirksamt genehmigt werden. Dafür muss man Anträge und Kostenaufstellungen übermitteln. Es kann helfen, eine energetische Sanierung zu planen, da der energieeffiziente Umbau laut GEG vorangetrieben werden soll – hier lehnen die Bezirksämter den Umbau seltener ab.
Mit Wanddurchbrüchen, Grundrissänderungen und Leitungsverlegungen wird die Badgestaltung komplizierter und teurer – der Aufwand lohnt sich aber, wenn man in erster Linie an der Größe des Bads etwas ändern möchte. Hier einige Tipps:
Das Bad sollte genau ausgemessen werden, um einen Grundriss zu erstellen, mit dem man planen kann.
Die Anordnung von Möbeln, Türen und Sanitäranlagen kann mit Klebeband am Boden abgeklebt werden.
Bei einem Wanddurchbruch muss geklärt werde, welche Leitungen durch die Wand verlaufen und wie diese umgelegt werden können.
Werden neue Wände zu Schlafzimmern gezogen, sollte eine Schalldämmung eingebaut werden, um Fließgeräusche zu reduzieren.
Werden neue Durchbrüche und Grundrissänderungen für Sanitäranlagen wie das WC geplant, muss ausreichend Abwasserrohr-Gefälle gewährleistet sein.
Aufgebrochene Decken müssen brandschutztechnisch verschlossen werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Reihenfolge der Arbeiten: Planung und Organisation von Hilfe, Rohinstallation, Durchbrüche, Abdichtung und Neuverlegung von Leitungen, Ausbau
Grundsätzlich sollten Grundrissveränderungen und Leitungsverlegungen abgestimmt sein und von einem professionellen Handwerksbetrieb durchgeführt werden. Gerade in WEG’s führt ein Weg über die Eigentümerversammlung kaum vorbei.
Badmodernisierung - gut wer viel Platz hat
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Badmodernisierung - helle Farben, direktes und indirektes Licht
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Bevor es mit der Umgestaltung losgeht, muss ein Plan erstellt werden. Am besten misst man das Bad genau aus, malt sich den Umriss auf ein Blatt Papier und schneidet die benötigten Sanitäranlagen (Dusche, Toilette, Waschtisch und gegebenenfalls Badewanne) aus. Nun kann man sie auf dem Umriss hin und her schieben und verschiedene Konstellationen ausprobieren.
Wichtig ist außerdem eine Liste mit allen benötigten Materialien. Dazu gehören:
Jetzt geht es an die Arbeit! Am besten beginnt man mit der Farbe, um die neue Grundstimmung in den Raum zu bringen. Hier sollte spezielle Farbe für das Badezimmer genutzt werden, da die Farben aufgrund hoher Luftfeuchtigkeit und wärmeren Temperaturen extremeren Bedingungen standhalten müssen als in anderen Räumen.
Außerdem gibt es Unterschiede zwischen Farben für Wände und Fliesen. Am besten lässt man sich im Baumarkt beraten und nimmt sich Farbkarten mit, um zu schauen, wie die Farben im eigenen Bad wirken.
Tipp: Helle Farben lassen kleine Räume größer und freundlicher wirken – super geeignet für schmale Schlauchbäder.
Bei der Umgestaltung kann das Bad neu gefliest werden oder man beklebt bestehende Fliesen mit Klebefolien und Stickern – die günstigere Variante. Verspielt wirken gemusterte Fliesen zum Beispiel mit orientalischem Muster. Daneben kann eine geflieste Wand in einer Trendfarbe mehr Leben in den Raum bringen oder man entscheidet sich für versetzte Fliesen, sodass ein Karomuster entsteht. Eine andere Möglichkeit sind farbige Fliesenbänder, bei der eine Reihe Fliesen in einer anderen Farbe eingesetzt wird.
Tipp: Moderne Fliesen sind sowohl an den Wänden als auch auf dem Boden ein Hingucker. Um den Raum nicht zu unruhig zu gestalten, sollte man sich entweder auf den Boden oder die Wände konzentrieren und den anderen Teil neutral in schwarzen oder weißen Fliesen gestalten.
Kleine Badezimmer wie Schlauchbäder können durch wandhängende Möbel effizient genutzt werden. Hängende Schränke schaffen Stauraum – ohne Bodenfläche wegzunehmen.
Ein weiterer Tipp für die Wahl der Möbel ist, auf runde Formen zu achten. Sie wirken zurückhaltender und brechen die lange, quadratische Raumform auf.
Dynamik lässt einen Raum größer, aufregender und stilvoller erscheinen. Das lässt sich einerseits durch die eben beschrieben hängenden Möbel umsetzen, andererseits sorgen auch Raumtrenner (zum Beispiel aus Glas oder Bambus) sowie Stufenelemente für mehr Dynamik im Raum. Durch Stufen können mehrere Ebenen im Bad geschaffen werden – elegant wirkt eine erhöhte Ebene für die Badewanne oder Dusche.
Mindestens ein großer Spiegel sollte im Bad vorhanden sein – häufig ist dieser direkt in einen Wandschrank integriert. Moderne Spiegel verfügen über integriertes helles und warmes Licht. Das ist besonders praktisch, wenn man vor dem Spiegel sein Make-up aufträgt und prüfen möchte, wie es bei verschiedenen Lichtverhältnissen wirkt. Einige Badezimmerschränke bringen außerdem ausklappbare Türen und integrierte Spiegel mit, sodass man sich seitlich und von hinten anschauen kann – praktisch, um sich die Haare zu frisieren.
Tipp: Kleine Bäder wirken größer und moderner, wenn große Spiegelwände eingebaut werden, die das Licht reflektieren.
Auch die gezielte Wahl von Materialien wie Holz und Stein kann man mehr Leben und Modernität ins Bad bringen. Wirkt der Raum durch helle Fliesen eher kalt, eignen sich Ablagen oder Wandschränke aus Holz sowie Körbe aus Naturmaterialien für Klamotten und Pflegeutensilien.
Daneben wirken Glas und Stein elegant und modern. Waschbecken aus marmoriertem Stein stellen ein tolles Highlight dar, wenn sie mit kleinen Dekorationselementen wie Pflanzentöpfen aus demselben Material kombiniert werden.
Einen großen Unterschied machen Textilien im Badezimmer. Mit Trendfarben wie Rot, Senfgelb und Mintgrün verleiht man dem Badezimmer das gewisse Etwas. Diese Farben können in Form eines Badezimmerteppichs, Duschvorhangs oder in den Handtüchern eingesetzt werden.
Abgerundet wird die Neugestaltung des Bads durch Pflanzen und Licht. Da in die meisten Badezimmer wenig Tageslicht gelangt, eignen sich Schattenpflanzen wie Efeu, Bogenhanf und Grünlilien.
Es sollte außerdem mit direktem und indirektem Licht gearbeitet werden. Um sich vor dem Spiegel für den Tag vorzubereiten, braucht man ein helles Deckenlicht und Licht von vorne (wie bereits erwähnt häufig in den Spiegel integriert). Für gemütliche Abende in der Badewanne kann man mit LED-Kerzen oder Lichterketten arbeiten.
Mai 2026
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