Hanf Museum Berlin

Das Hanf Museum ist seit 1994 deutschlandweit das einzige seiner Art und auch im Rest der Welt gibt es nicht viele Museen, die sich mit der spannenden Kulturpflanze befassen. In acht verschiedenen Räumen auf insgesamt fast 300 Quadratmetern können Interessierte hier herausfinden, wie vielseitig Hanf ist und unter anderem botanische, kulturelle und juristische Perspektiven darauf kennenlernen.

Echte Hanfpflanzen als Teil der Ausstellung

Das Hanf Museum Berlin hat die Erlaubnis, echte, lebende Hanfpflanzen auszustellen, wer möchte, kann sie also tatsächlich beim Wachsen beobachten. Als Besucher erfährt man als erstes die biologischen Eigenschaften von Cannabis Sativa. Schritt für Schritt werden dann Wachstum, Anbau, Ernte und Vorverarbeitung beschrieben, auch aus historischer Sicht. Sobald man die Pflanze besser kennengelernt hat, geht es darum, wie sie genutzt werden kann.

Mehr als eine Droge

Natürlich wird im Hanf Museum auch auf die berauschende Wirkung von Cannabis eingegangen. In einem Raum geht es deshalb um die gesetzliche Lage rund um high machendes THC-haltiges Hanf. Dieser Aspekt steht jedoch nicht im Vordergrund, denn die Nutzpflanze hat noch viel mehr zu bieten. Bereits vor Tausenden von Jahren haben die Menschen in Asien die Vielseitigkeit von Hanf gekannt und daraus unter anderem Seile, Kleidung und Zelte hergestellt. Im Laufe der Zeit gelangte die Hanfpflanze auch nach Europa. Im Mittelalter wurde aus Hanf zum Beispiel Papier gefertigt, auf dem dann von Gutenberg die ersten Bücher gedruckt wurden. Und in der großen Entdeckerzeit spielte Hanf eine wichtige Rolle für die Schifffahrt, denn Seile, Taue, Segel und manchmal sogar die Kleidung der Matrosen wurden aus der Pflanze hergestellt, da ihre Fasern als besonders reißfest und langlebig galten. Im Hanfmuseum kann man also nicht nur viel über die Pflanze an sich lernen, sondern auch eine Menge über Geschichte. Besonders interessant ist außerdem, dass Hanf in verschiedenen Kulturen eine hohe rituelle und spirituelle Bedeutung hat und teilweise sogar als heilig gilt. Das ist auf bewusstseinserweiternde, aber auch heilende beziehungsweise lindernde Eigenschaften zurückzuführen. Wer darüber mehr lernen möchte, hat im Hanf Museum die Gelegenheit dazu. Heutzutage wird Hanf immer mehr für seine Potenziale in der modernen Medizin beachtet, sodass dieses Thema im Hanf Museum Berlin ebenfalls seinen Platz findet. Auch wenn es „nur“ ein Hanf Museum ist, werden also vielfältige Themen behandelt, sodass für jeden und jede interessante Informationen bereitgestellt werden sollten.

Sonderausstellung

Wie viele Museen bietet auch das Hanf Museum Sonderausstellungen. Hier werden wechselnde Themen rund um das Thema Hanf in den Fokus gestellt. In der Vergangenheit waren das zum Beispiel „Seefahrt und Handel 15. – 17 Jahrhundert mit Hanf“ und „Die grüne Muse – Hanf im Spiegel großer Meister“, wo Hanf in Kunstgeschichte und Kunstwerken thematisiert wurde. Aktuell gibt es eine Sonderausstellung zu Vaporizern, also Verdampfern, die so gut ankommt, dass sie sogar verlängert wurde. Wer sich für Hanf interessiert, sollte also ruhig ab und an mal auf die Webseite des Museums gehen und schauen, ob es eine neue Sonderausstellung gibt.

Shop und Café

Wie in eigentlich jedem guten Museum gibt es auch im Hanf Museum Berlin ein nettes Café. Hier gibt es Kaffee, Säfte und Tees, darunter natürlich auch Hanftee, in entspannter Atmosphäre. Im HanfCafé ClubChill ist außerdem Platz für weitere Informationen zum Thema Hanf und kleine Ausstellungen von Künstlern. Sogar Liederabende werden hier ab und zu veranstaltet. Das Café lädt zum Verweilen, Kartenspielen, Lesen und Plaudern ein und ist ein beliebter Treffpunkt von Hanffreunden. Im Museumsladen können unter anderem Bücher rund um Hanf und diverse Druckwerke, sowie Textilien wie T-Shirts und Taschen erstanden werden. Einige davon sind selbstredend aus Hanf. Darüber hinaus werden unterschiedliche Produkte aus oder für den Konsum von Hanf namhafter Hersteller angeboten, etwa Verdampfer von Norddampf, Hanfsamenöl von Kanow Mühle oder Bongs und Pfeifen von Bam Bam Bhole. Es versteht sich von selbst, das im Museumsladen nur verkauft werden kann, was legal ist. Wer fachsimpeln möchte, ist aber in jedem Fall an der richtigen Adresse, denn Cannabis ist nicht gleich Cannabis. Es gibt so viele verschiedene Sorten, dass man als Laie schnell überfordert ist. Und es kommen immer neue Sorten dazu. So gibt es jetzt zum Beispiel die Hanfsorte Donut Shop, die ihren Namen daher hat, dass die Blüten beim Zerreiben einen intensiven Duft nach frisch gebackenen Donuts abgeben sollen. Doch Cannabis unterscheidet sich nicht nur im Geschmack und Aroma, sondern auch in der Wirkung und teilweise im Anbau. Das Hanf Museum Berlin wurde durch den H.A.N.F. e.V. gegründet und ist auch der Sitz des Vereins. Hanfbegeisterte finden dort deshalb so gut wie immer passende Ansprechpartner und können sich auf regen Austausch freuen.

Besucherinformation

Adresse: Hanf Museum Berlin, Mühlendamm 5, 10178 Berlin-Mitte Öffnungszeiten: dienstags bis freitags: 10 Uhr bis 20 Uhr, samstags und sonntags: 12 Uhr bis 20 Uhr Webseite: https://www.hanfmuseum.de/

Das Hanf-Museum ist für Rollstühle geeignet

Hinkommen:
Bus M48, Bushaltestelle "Nikolaiviertel"
U/S-Bhf. Alexanderplatz (U5/U8/S5/S7/S9)
U-Bhf. Klosterstraße (U2)
U-Bhf. Stadtmitte (U6)

Weitere Informationen zu Museen in Berlin

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