Berlin Schönefeld: wie entwickelt sich der neue Flughafen?

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Berlin Schönefeld: der neue Flughafen
©: Bild von Daniel Sauer from Pixabay

Die Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens BER war in den vergangenen Jahren von Pleiten, Pech und Pannen gekennzeichnet. Dieses Chaos scheint nun beendet, nachdem der neue Flughafen seine Pforten Ende Oktober 2020 öffnen soll. Das wiederum bedeutet eine Neuordnung des Flugverkehrs über der deutschen Bundeshauptstadt. Denn nur wenige Tage später, nämlich am 8. November 2020, soll der geschichtsträchtige Flughafen Berlin-Tegel geschlossen werden. Und auch, wie sich der Flughafen Berlin-Schönefeld – gemessen an den Fluggastzahlen immerhin der siebtgrößte Flughafen des Landes, weiterentwickeln wird, steht bis zu einem gewissen Grad in den Sternen.

Ein neuer Stadtteil soll entstehen

Der Flughafen Berlin-Tegel ist untrennbar mit der Geschichte Berlins verbunden (siehe auch Berlin und seine Flughäfen). Denn die Luftbrücke der Alliierten während der Blockade West-Berlins durch die Sowjetunion, durch welche die Bewohner der Stadt mit allem Notwendigen versorgt wurden, wurde auf einem Areal in Berlin-Tegel abgewickelt.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Tegel gar zum wichtigsten Flughafen in Berlin. Obgleich viele Berliner ihren Flughafen lieb gewonnen hatten, stand er doch immer wieder auch in der Kritik – unter anderem wegen der schlechten Verkehrsanbindung. Doch die Zukunft des Geländes ist in jedem Fall gesichert. Schließlich soll auf dem Flughafengelände nach dem Vorbild Münchens und Wiens ein neuer Stadtteil entstehen, in dem rund 10.000 Menschen leben sollen.

Berlin-Schönefeld – eine Perle des Luftverkehrs

Nicht minder geschichtsträchtig ist auch der im Südosten der Bundeshauptstadt gelegene Flughafen Berlin-Schönefeld. Nicht zuletzt der hervorragenden Verkehrsanbindung ist es zu verdanken, dass die Passagiere sich gern für diesen Flughafen als Start- und Landepunkt entscheiden. Schließlich sind sie dank der hervorragenden Anbindung auch mit Bus und Bahn innerhalb kürzester Zeit im rund 20 Kilometer entfernten Herzen Berlins.

Ursprünglich hatten die Henschel Flugzeug-Werke ab 1934 ihren Sitz, die dort mehr als 14.000 Flugzeuge bauten, bis der Zweite Weltkrieg ein Ende fand. Nach der Besetzung durch sowjetische Truppen im April 1945 wurden dort zunächst Landmaschinen gebaut und Eisenbahnen instand gesetzt. Es sollte noch zwei Jahre dauern, bis die sowjetische Militärverwaltung den Bau eines zivilen Flughafens in Schönefeld beschloss. Dieser entwickelte sich zum wichtigsten Flughafen der DDR, der bis 1990 auch mehrfach ausgebaut wurde.

Nach der politischen Wende wurde Berlin-Schönefeld zunächst überwiegend von Charterfluggesellschaften genutzt. Unter anderem hatten sich hier auch verschiedene Billig-Fluglinien angesiedelt. Obwohl der Flughafen ab Ende der 1990er Jahre zu einem Großflughafen ausgebaut wurde, wird er auch heute noch gerne von Chartergesellschaften und Privatleuten genutzt.

Letztere können problemlos einen Privatflieger in Berlin Schönefeld anfragen. Möglich ist das, weil die Betreiber des Airports im südlichen Teil des Flughafens ein sogenanntes General Aviation Terminal eingerichtet haben, das von Privat- und Business-Jets genutzt wird. Geöffnet hat dieses rund um die Uhr, sodass Starts und Landungen zu jedem beliebigen Zeitpunkt möglich sind. Die Passagiere haben hier den Vorteil, dass sie ihren Check-in unabhängig von den Passagieren der Linienflüge absolvieren können. Damit sie eventuelle Wartezeiten möglichst bequem überbrücken können, stehen ihnen hier exklusive Meeting-Räume und VIP-Lounges zur Verfügung, bevor sie ihren Flug in eine der internationalen Metropolen in aller Welt antreten. Denn von hier aus haben die Fluggäste beispielsweise alle wichtigen Zentren in Europa innerhalb von drei Stunden erreicht.

Man kann gespannt sein, wie sich der neue Flughafen nach den Startschwierigkeiten entwickelt…

Juli 2020

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