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RAF - Terroristische Gewalt

In den 1970er Jahren wurde ein besonders dunkles und blutiges Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte geschrieben. Die linksextremistische Terrororganisation "Rote Armee Fraktion" beging 34 Morde, zahlreiche Sprengstoffattentate, Entführungen und Banküberfälle. Bis zum 8. März 2015 zeigt das Deutsche Historische Museum die Sonderausstellung "RAF - Terroristische Gewalt".

Das zeigt die Ausstellung

Beleuchtet wird in der Sonderausstellung unter anderem, wie die RAF ihre Attentate begründete und welche Folgen die Taten für Angehörige der Opfer und Überlebende hatte. Die Sonderausstellung im Deutschen Historischen Museum greift das Konzept der Ausstellung "RAF - Terror im Südwesten" des Hauses der Geschichte in Baden-Württemberg auf und erweitert diese um weitere Aspekte. Gezeigt werden Filmausschnitte und Fotografien, die bislang noch nicht veröffentlicht wurden. Die Szenen der Gewalt, welche ab 1967 zur Radikalisierung der Protestbewegung in Berlin beigetragen hatten, werden durch zeitgenössische Flugschriften verdeutlicht.

So ist die RAF entstanden

Als Wendepunkt der Protestbewegung gelten der Tod von Benno Ohnesorg, der am 2. Juni 1967 während einer Demonstration erschossen wurde, sowie das Attentat auf Rudi Duttschke am 11. April 1968, der als Wortführer der Protestbewegung galt. Nach diesen tragischen Ereignissen entschied sich ein kleiner Teil der protestierenden Studenten für den bewaffneten Kampf gegen das politische System der Bundesrepublik.

Als Geburtsstunde der RAF gilt die Befreiung von Andreas Baader am 14. Mai 1970. Die führenden Köpfe der ersten RAF-Generation, Andreas Baader, Ulrike Meinhof und Horst Baader erhielte im Sommer diesen Jahres eine militärische Ausbildung bei der jordanischen Fatah und baute die Untergrundorganisation nach der Rückkehr nach Deutschland auf.

Als blutiger Höhepunkt der Attentate gilt der Deutsche Herbst im September und Oktober 1977, als der Arbeitgeberpräsident Hans Martin Schleyer entführt und ermordet wurde, die Lufthansa-Maschine "Landshut" entführt wurde und führende Mitglieder in der Haft Selbstmorde verübten. Anschließend verübte die RAF bis in die 1990er Jahre hinein weitere Anschläge durch und erklärte sich am 29. April 1998 schließlich für aufgelöst.

November 2014

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