
Quelle: pixelio.de Fotograf: Birgit
Wer sich für barocke Architektur interessiert, sollte unbedingt dem Berliner Zeughaus einen Besuch abstatten. Ursprünglich wurde das Gebäude im Jahre 1706 als Waffenlager erbaut. Das Zeughaus ist mit vier Flügeln angelegt, von dem jeder etwa 90 Meter lang ist. Durch die Bauweise ergibt sich ein Innenhof, der schon damals - im Andenken an den Bauleiter - Schlüterhof genannt wurde.
Im Zuge der Kriege der preußischen Armee im 19. Jahrhundert wurde das Zeughaus schließlich zu einer Festung ausgebaut. Diese beinhaltete auch ein Museum sowie eine umfangreiche Ausstellung. Wie so viele Gebäude in Berlin wurde auch das Zeughaus im Verlauf des Zweiten Weltkriegs sehr stark beschädigt. Man begann aber schon im Jahr 1949 mit dem Wiederaufbau, der sich allerdings über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren erstreckte.
Trotzdem eröffnete das Zeughaus bereits 1952 wieder seine Pforten. Seitdem ist das Deutsche Historische Museum in diesem Bauwerk untergebracht, welches anfangs noch „Museum für Deutsche Geschichte“ hieß. In den achtziger und neunziger Jahren verfiel das Gebäude jedoch wiederum zusehends, so dass es für die überfälligen Restaurierungsarbeiten über längere Zeit geschlossen werden musste. Erst in den 2000er Jahren konnte das Zeughaus wieder eröffnen. Neben dem bereits erwähnten Deutschen Historischen Museum befindet sich seitdem auch die Dauerausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“ in diesem Gebäude. Zu diesem Zweck wurde es im Jahr 2003 mit einem Erweiterungsbau versehen, der vom weltbekannten Architekten I. M. Pei entworfen wurde.
Ein Besuch des Zeughauses sollte für jeden kulturell interessierten Berlin-Besucher obligatorisch sein.
Adresse: Deutsches Historisches Museum Zeughaus, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Täglich 10.00 - 18.00 Uhr, 24. und 25. Dezember geschlossen
Webseite: http://www.dhm.de
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