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Das Ofen- und Keramikmuseum Velten: Geschichte einmal anders betrachtet

Das Ofen- und Keramikmuseum Velten gilt deutschlandweit als einzigartig und erstreckt sich über zwei Etagen einer Ofenfabrik, in welcher nach wie vor produziert wird. In der Ausstellung des Museums werden Tausende von Exponaten präsentiert. Die Bandbreite reicht von Öfen aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert über von Künstlern aus der Mark Brandenburg hergestellte Keramiken bis hin zu Erzeugnissen aus Steingutfabriken. Ergänzt wird die ständige Ausstellung alljährlich von fünf Sonderausstellungen.

Kunst und Gebrauchskeramik

Eröffnet wurde das Ofen- und Keramikmuseum Velten im denkmalgeschützten Gebäude der Ofenfabrik A- Schmidt, Lehmann, bereits anno 1905. In der Ausstellung des Ofen- und Keramikmuseums Velten erfahren die Besucher Wissenswertes über die Kultur- und Kunstgeschichte des Ofens. Auf dem Areal befindet sich ferner das Hedwig Bollhagen Museum. Diese Keramikerin aus Hannover zählt zu den Mitbegründerinnen der HB-Werkstätten für Keramik in Marwitz. Dieses Gesamtkonzept macht das Ofen- und Keramikmuseum Velten zu einem der wichtigsten Zentren für Keramik in Brandenburg.

Ihr Schaffen hatte Hedwig Bollhagen überwiegend der Herstellung formschöner und doch einfacher Gegenstände gewidmet, die von den Käufern täglich in Gebrauch waren. Dazu gehörten unter anderem Vasen und Geschirr. Ergänzt wird dieser Teil der Ausstellung mit Exponaten, welche von Weggefährten Bollhagens hergestellt worden waren.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Velten

Sehenswert ist in Velten nicht nur das Ofen- und Keramikmuseum. Für architektonisch interessierte Besucher lohnt sich beispielsweise ein Bummel durch den Dorfkern, welcher in die Liste der Baudenkmäler in Velten eingetragen ist.

Bei einem Bummel durch den Ort stoßen die Besucher außerdem auf zahlreiche Gedenkstätten aus der NS-Zeit. Beispielsweise wurde am Friedhof in der Kochstraße ein Gedenkstein für die Opfer der Zwangsarbeit und an der Ecke Poststraße/Bahnstraße ein Denkmal für antifaschistische Widerstandskämpfer. An den Politiker Karl Liebknecht, der kurz nach dem Januaraufstand 1919 ermordet wurde, erinnert ein Gedenkstein in der Karl-Liebknecht-Straße.

September 2017

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