Spandau

Der Bezirk Spandau könnte eigentlich schon beinahe als kleine Oase bezeichnet werden. Der westlichste Bezirk Berlins beeindruckt mit seinen vielen Grün- und Wasserflächen. Wer hier lebt, erlebt täglich ein Stückchen Natur inmitten einer Metropole. Der Spandauer selbst bezeichnet sich ungern als Berliner. Sie empfinden sich nicht als Teil der Großstadt. Schon in der Vergangenheit bekämpften sich Spandau und Berlin. Der sogenannte Knüppelkrieg war ursprünglich im Jahr 1567 als Volksbelustigung angedacht, bei der die Berliner eigentlich gewinnen sollten. Der Knüppelkrieg entwickelte sich aber zu einer verbissenen Schlacht, in der die Spandauer den Berlinern eine Falle stellten und diese mit ihren Knüppeln verprügelten. Die Konsequenz spürte schließlich der amtierende Bürgermeister von Spandau, der einige Monate hinter Gittern verbringen musste.

Im Vergleich mit den anderen Stadtbezirken Berlins besitzt Spandau die wenigsten Einwohner. Hier leben rund 226.000 Menschen auf 91,91 Quadratkilometern. Der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund ist in Spandau mit knapp 10 Prozent eher gering. In diesem Stadtbezirk leben vorwiegend Menschen mit höherem Einkommen mittleren Alters. Im Schnitt leben hier 1,9 Personen in einem Haushalt. In Spandau und den anderen zugehörigen Ortsteilen gibt es attraktive Altbauten ebenso wie große Wohnsiedlungen und Einfamilienhäuser. Einige Ortsteile zeichnen sich durch ein eher ländliches Flair aus. Der Stadtbezirk Spandau punktet vor allem durch seinen enorm hohen Naherholungsfaktor. Ländliche Idylle und ein natürliches Ambiente ein wenig abseits der Großstadt lässt die Zugehörigkeit zur Metropole zumindest zeitweilig in Vergessenheit geraten. Obwohl Spandau nicht gerade in Zentrumsnähe liegt, erfreut sich der Bezirk großer Beliebtheit. Wer gern in ruhigerer Umgebung lebt, ist hier genau richtig. Wer aber trotzdem ab und zu den Trubel der Großstadt sucht, gelangt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf einfache Weise ins Zentrum Berlins oder in andere Stadtteile.

Der Stadtbezirk Spandau besteht aus verschiedenen Ortsteilen, die teilweise bedeutende Industriestandorte sind. So entstand beispielsweise Siemensstadt als die Siemens-Werke in der Gegend errichtet wurden. Zu den größten Arbeitgebern der Region gehören neben den Siemens-Werken auch BMW-Motorräder, Osram und solche Ver- und Entsorgungseinrichtungen wie das Kraftwerk Reuter und das Klärwerk Ruhleben. Spandau gilt als bedeutender Wirtschaftsstandort Berlins. Natürlich bietet auch dieser Stadtbezirk diverse Geschäfte, gastronomische Einrichtungen und Hotels, die ebenfalls zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region zählen. Vor allem in der Altstadt sind Einzelhandel und Gastronomie ansässig. Wer im Stadtbezirk Spandau keine Arbeitsstelle findet, kann mit Hilfe der öffentlichen Verkehrsmittel mühelos in andere Bezirke Berlins fahren, um dort seiner Beschäftigung nachzugehen.

Wer sich für ein Leben in Spandau entscheidet, hat die Wahl zwischen verschiedenen Ortsteilen mit teilweise sehr unterschiedlichem Ambiente. Insgesamt bietet Spandau einen interessanten Mix aus städtischem Flair und ländlicher Idylle. Zur aktiven Freizeitgestaltung stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Es gibt Tennisplätze, Groß- und Kleinspielfelder sowie 400-Meter-Rundlaufbahnen. Außerdem sind vier Hallenbäder und zwei Freibäder in Spandau vorhanden. Für abwechslungsreiche sportliche Betätigung ist hier auf jeden Fall gesorgt. Auch Kinder fühlen sich in Spandau wohl, denn der Stadtbezirk bietet ihnen rund 100 Kinderspielplätze, die natürlich gern genutzt werden. Neben zwei „normalen“ Kinos gibt es auch ein Open-Air-Kino in Spandau. Vielseitige Gastronomie ist unter anderem in der Altstadt zu finden. Hier ist mit Sicherheit für jeden Geschmack die passende Richtung dabei. Der Wröhmännerpark ist die größte Parkanlage Spandaus. Sie entstand bereits Anfang des 20. Jahrhunderts und sollte schon damals als Naherholungsgebiet dienen. Im Stadtbezirk Spandau gibt es in den verschiedenen Ortsteilen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete. Wer hier ausspannen will, findet Ruhe und Erholung in der wasserreichen Umgebung.

Tipps und Interessantes in Spandau

Parkanlagen in Spandau

Wald und Wasser prägen das Bild des Bezirks Spandau. Trotz dichter Bebauung finden die Anwohner und Besucher in Berlin-Spandau zahlreiche Grün- und Parkanlagen vor.

Ab 1974 wurde der Spektegrünzug angelegt, der sich vom Spandauer Rathaus auf einer Fläche von 85 Hektar bis hin zur Stadtgrenze nach Brandenburg erstreckt. Die Besucher erreichen durch den Park beispielsweise den Spandauer Forst oder den Falkensee.

Der Koeltzpark wurde im ersten Drittel der 1930er Jahre als Parkanlage gestaltet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde diese Parkanlage stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass sie in den 1960er Jahren neu gestaltet werden musste, eine weitere Neugestaltung erfolgte etwa 20 Jahre später. Charakteristisch für den Koeltzpark ist der alte Baumbestand mit etwa 20 verschiedenen Baumarten.

Der Wröhmännerpark ist der älteste Park in Spandau. Er wurde während der Sozialreformen 1913 und 1914 angelegt. kinderreiche Arbeiterfamilien sollten hier eine Naherholungsfläche bekommen. Deshalb wurde er üppig bepflanzt und mit aufwendigen Bauelementen ausgestattet.

Brunnen in Spandau

Lediglich sieben Brunnen besitzt der Bezirk Spandau. Bei den Brunnenanlagen in Spandau handelt es sich durch die Bank um Bauwerke aus der jüngeren Vergangenheit. Denn sämtliche Brunnen entstanden erst ab 1980.

Der Mühlenbrunnen wurde 1966 im Münsingerpark errichtet. Er besteht aus vier rechteckigen Becken, die sich in Form und Höhe unterscheiden. Das Ambiente wird durch Brunnensteine aufgelockert. Das Wasser fließt im Mühlenbrunnen aus Fontänen und Überläufen in die verschiedenen Becken.

Die Wassersäulen Am Markt wurden während der Feier zum 750jährigen Jubiläum Spandaus eingeweiht. Bei den Wassersäulen handelt es sich um zwei säulenförmige Körper aus Bronze, zwischen welchen die Wasserfontänen nach oben schießen. Wasser tritt auch aus der Spitze der Säulen aus.

Die Havelwelle, die ebenfalls 1982 eingeweiht wurde, soll die Urkraft des Wasser symoblisieren. Es handelt sich um 16 Quader, die wellenförmig gestaltet sind und eine leicht abfallende Linie formen.

Der Partnerbrunnen in der Havelstraße besitzt ein achteckiges Becken mit Brunnenstock. Das Wasser entspringt Öffnungen, die in der Form eines Galgens gestaltet sind. An den Seiten des Beckens befinden sich die Wappen von Spandaus Partnerstädten.

Spielplätze in Spandau

Die kleinen und großen Kinder können sich im Bezirk Spandau auf zahlreichen öffentlichen Spielplätzen, aber auch in der Natur nach Herzenslust austoben.

Der ganze Stolz des Spielplatzes der Bernd-Ryke-Grundschule ist ein Regenbogen, der von 131 Kindern aus elf Ländern gebaut wurden. Das "Play on the Rainbow Project" wurde 1998 von zwei Pastoren ins Leben gerufen.

Zahlreiche Spielangebote und Ballspielplätze erwarten Kinder jeden Alters auf dem Spielplatz am Cosmarweg. Beliebt ist neben der Roller- und Skaterfläche auch der Kletterfelsen.

Der Spielplatz am Falkenhagener Tor gilt als besonders behindertengerecht. Beispielsweise bietet er eine rollstuhltaugliche Hängebrücke.

Spannend und vielfältig ausgestattet ist der Spielplatz in der Jaczostraße. Die Highlights sind ein Leuchtturm und ein Holzfass mit Kletternetz für kleinere Kinder.

Die BMX- und Skateanlage ist das unbestrittene Highlight des Spielplatzes im Magistratsweg. Denn hier treffen sich Biker und Skater aus ganz Berlin.

Der "Seeräuberspielplatz" im Runebergweg bietet den Kindern ein großes Spielschiff. 2010 wurde das Angebot um einen Kletterwald und einen hohen "Räuberturm" erweitert.

Der barrierefreie Spielplatz in der Schmidt-Knobelsdorf-Straße bietet auch behinderten Kindern zahlreiche Möglichkeiten zum Toben, beispielsweise im Rollstuhl-Karussell.

Der Waldpark mit seiner "Zwergenwelt" ist ein beliebtes Familien-Ausflugsziel am Wochenende. Eine Formation von Sandsteinblöcken, die mit Eichenkanthölzern verbunden sind, bilden den Spielplatz.

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